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Internationale Experten diskutieren über Chancen und Möglichkeiten

Impulse aus der Bioökonomie zum Green Deal

Während das Coronavirus an vielen Stellen noch immer für Stillstand sorgt, werden anderenorts pfiffige Lösungen gesucht und gefunden. So fand der 3. Internationale Bioökonomiekongress Baden-Württemberg in diesem Jahr online statt.

In zwei großen Plenarsitzungen diskutierten Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie ein Mitglied von Fridays for Future aktuelle Problemstellungen und Lösungsansätze zum Thema „Der Beitrag der Bioökonomie zum Green Deal“. In insgesamt sechs Räumen fanden über 80 Einzelvorträge statt und gaben der Veranstaltung den Charakter eines Live-Kongresses. Nicht nur als Veranstalter, sondern auch thematisch war die BIOPRO mit mehreren Beiträgen beteiligt. So gab Geschäftsführer Prof. Dr. Ralf Kindervater in seiner Keynote Lecture „Current Status of the Potential Analysis Study on Biointelligence for the Economy of Baden-Württemberg” Einblicke in die Möglichkeiten und Herausforderungen von Biointelligenz in der wirtschaftlichen Nutzung. Das Ziel des Kompetenzzentrums Bioökonomie des Fraunhofer IPA, an welchem Kindervater aktiv mitwirkt, ist es, ein besseres Verständnis von Biointelligenz zu erlangen. Diese wird in Zukunft eine tragende Rolle in Wirtschaft und Produktion spielen, so Kindervater.

Olga Boyarintseva, Projektmanagerin der BIOPRO Baden-Württemberg stellte das EU-Projekt „Smart SMEs“ in einem weiteren Beitrag vor. Im Projekt stehen Chancen und Hemmnisse der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen im Vordergrund, die naturfaserbasierten Wertschöpfungsketten zugeordnet werden können. Ebenfalls in verschiedenen Beiträgen vorgestellt wurde das unter der Beteiligung der BIOPRO aktuell laufende Projekt B4B „Bioraffinerie für die Bioökonomie in Baden-Württemberg“.

Unter der Moderation von Mitarbeitern der BIOPRO traten am Dienstagnachmittag im Rahmen der Industrieausstellung fünf Unternehmen und Institute in direkten Kontakt und Austausch mit den Teilnehmern: INNONET Kunststoff, carbonauten, TECNARO, nadicom und IBBK. Dabei wurde beispielsweise diskutiert, wie kompostierbare und recycelfähige Kunststoffprodukte zu einer aktiven CO2-Senke beitragen. Die Firma nadicom berichtete von den Fortschritten des unter Beteiligung der BIOPRO laufenden EIP-AGRI-Projekts „Rhizobakterien gestützte Optimierung des Linsenanbaus unter Berücksichtigung bioökonomischer Wertschöpfung”. 

Organisiert von der Landesgeschäftsstelle des Forschungsprogramms Bioökonomie Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim und der BIOPRO Baden-Württemberg bot der Kongress auch in seiner virtuellen Form eine Plattform für regen Austausch und Information mit über 660 internationalen Teilnehmern. Bioökonomie hat in Baden-Württemberg einen hohen Stellenwert, der sich an der breiten politischen Unterstützung zeigt. Der Kongress wurde begleitet und finanziert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnen, die in Grußworten auch prominent vertreten waren.

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