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BIOTECHNICA 2013 - Baden-Württemberg ist Spitze

Die Messe BIOTECHNICA hat für die Aussteller den roten Teppich ausgerollt. Dieser hat - quer durch die Halle - die mehr als 10.000 Besucher auch durch den Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg geführt. Die beteiligten Unternehmen belegten durch ihren Messeauftritt eindrucksvoll, dass Baden-Württemberg hoch innovative KMUs im Life-Sciences-Bereich zu bieten hat.

Stand der BIOPRO auf der BIOTECHNICA © BIOPRO

Und es kommen weiterhin neue Unternehmen hinzu. Die Gründungsdynamik im Life-Sciences-Bereich ist in Baden-Württemberg ungebrochen - im Gegensatz zum Bundestrend. Mit ihrer Messepräsentation belegten Sciomics GmbH, gegründet im April 2013 in Heidelberg, Computomics GmbH & Co. KG aus Tübingen sowie das Projekt PASCA vom IMTEK der Universität Freiburg, welchen Beitrag neue Entwicklungen zur schnelleren und genaueren Analyse von Zell-, Protein- und Genomdaten leisten können.

Dr. Christoph Schröder, Geschäftsführer und Gründer von Sciomics, freute sich über eine Vielzahl von interessanten Kontakten und Gesprächen, die das Unternehmen beim weiteren Aufbau des Geschäfts voranbringen werden. „Ich möchte mich bei der BIOPRO Baden-Württemberg ausdrücklich dafür bedanken, dass sie uns mit der BW-Gründerfläche bei unserer Erstpräsentation unterstützt hat. Das war sehr hilfreich für uns.“ Und auch die Gründer von Computomics waren sehr zufrieden mit der Qualität ihrer Kontakte.

Mit CETICS Healthcare Technologies, CeGaT und Q-bios waren noch drei weitere junge, innovative und gut aufgestellte Unternehmen dabei, die ihre Produkte und Dienstleistungen erstmals auf der BIOTECHNICA präsentierten.

Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO, im Gespräch mit Besuchern © BIOPRO

Die Bedeutung der Biotechnologie insgesamt unterstrich Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG: "Wir haben auf der BIOTECHNICA eine innovative Branche erlebt, die den klaren Anspruch hat, zu den großen Zukunftsfragen Verfahren und Technologien zu liefern. Ob Kosmetika, Lebensmittel oder Krebsmedizin - die BIOTECHNICA hat eindrucksvoll gezeigt, welche zentrale Rolle die Biotechnologie in allen Lebensbereichen und in der künftigen Wirtschaft spielt."

Diesen Anspruch untermauerte auch der Schaufensterstand Bioökonomie mit vielen interessanten Beispielen. "Insbesondere die zu 90 Prozent biobasierte Strukturwand mit Multimediafunktion war ein echter Hingucker, der zeigen konnte, dass die bioökonomische Welt ohne Erdöl keinen wirtschaftlichen/technologischen Rückschritt beinhalten wird, sondern eher eine vielfältigere Welt mit neuen, besseren Materialien sein wird, in der kreative Menschen in kleinen Verbünden völlig neue Geschäfts- und Nutzungskonzepte entwickeln und leben können," erklärte Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg.

Insgesamt war die Stimmung verhalten

Die meisten Aussteller freuten sich zwar über gute Gespräche und Kontakte, vermissten auf der Messe aber Interessenten aus wichtigen Zielbranchen der Biotechnologie. Die Bestandskundenpflege als wichtiger Bestandteil ist gut gelungen, aber man blieb zu sehr unter sich. Dennoch ist die BIOTECHNICA derzeit die einzige Messe, die von Geräteherstellern, Netzwerkern, Plattform-Technologieanbietern und forschungsstarken Biotechnologie-KMUs gleichermaßen genutzt wird und so als umfassendes Schaufenster in die Querschnittstechnologie Biotechnologie dienen kann.

Impressionen von der Messe


Die Gründungsprojekte

Computomics GmbH & Co. KG
Computomics ist ein Bioinformatik-Serviceunternehmen mit Fokus auf der Pflanzen- und Saatgutindustrie. Computomics analysiert Next-Generation-Sequencing-Daten, angefangen von Genomassembly bis hin zu komplexen Interpretationen. Computomics verfügt über eine eigene Analyseplattform und ein großes Netzwerk an führenden Forschern aus den Bereichen Bioinformatik, maschinellem Lernen und Pflanzengenetik. Kunden sind Wissenschaftler, die in Saatgut- und Pflanzenforschungsunternehmen arbeiten.

Projekt PASCA der Universität Freiburg, IMTEK
Der Einzelzell-Sortierer analysiert, sortiert und druckt einzelne lebende Zellen für Forschung und Pharmaindustrie. Die Vision ist es, damit die Standardlaborabläufe der Kunden auf das Einzelzell-Level zu bringen. Die Technologie wurde im Rahmen des internationalen Forschungsprojekt PASCA am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg entwickelt.

Sciomics GmbH
Die Sciomics GmbH wurde im April 2013 als ein Spin-off und unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums gegründet. Sciomics produziert kundenspezifisch Antikörper-Microarrays und führt Protein-Analysen auf diesen durch. Die Technik wird von den Kunden eingesetzt, um aus geringen Probevolumen das Vorkommen einer Vielzahl interessanter Proteine parallel zu untersuchen. Zusätzlich zur Untersuchung humaner Proteinproben kann die Technologie auch in Kombination mit Tierversuchen eingesetzt werden. Auch hier können mehr als 1.000 Proteine aus einer kleinen Gewebeprobe oder einem Blutvolumen von 10μl analysiert werden.

 

 

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