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Förderung von Use Cases für die modellhafte und versorgungsrelevante Anwendung von In silico-Methoden in der Medizin im Forschungs- und Förderkonzept „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“

Art:
Förderprogramm
Einreichungsfrist:
Förderung durch:
BMFTR
Reichweite:
Deutschland

Der nachfolgende Text spiegelt nicht den gesamten Inhalt der Bekanntmachung wider, sondern enthält einzelne Auszüge der Richtlinie.

Die Gesundheitsforschung befindet sich im Umbruch: Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, große Datenmengen auszuwerten, um biologische Prozesse und Krankheitsverläufe durch computergestützte Modellierungen und Simulationen – sogenannte In silico-Methoden – zu erfassen und zu analysieren. Diese Ansätze ergänzen klassische In vivo- und In vitro-Verfahren, ermöglichen eine deutlich schnellere Hypothesenbildung oder -überprüfung und beschleunigen den Transfer in die klinische Anwendung.

In Deutschland bestehen aufgrund hoher regulatorischer Anforderungen für In vivo- und In vitro-Studien besondere Anreize, innovative In silico-Methoden systematisch einzusetzen. Sie stellen ein innovatives Forschungswerkzeug für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dar. In silico-Methoden sind eine entscheidende Säule für die Medizin der Zukunft.

Zuwendungszweck

Die Förderrichtlinie dient dem Zweck, die zur Erreichung der Förderziele erforderliche interdisziplinäre, sektoren- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit der Forschungsakteure zu fördern. Durch die Etablierung von Forschungsverbünden sollen der Mehrwert einer gemeinsamen Datennutzung und die Möglichkeit einer Übertragung von bereits entwickelten In silico-Lösungen in die medizinische Anwendung demonstriert werden. Es soll zudem nachgewiesen werden, dass konkrete medizinische Fragestellungen durch Anwendungsfälle (Use Cases), die den gesamten Bereich der biomedizinischen Translationskette von der Grundlagenforschung bis zur Versorgung umfassen können, mit In silico-Modellen bearbeitet werden können. Damit soll ein umfassender, krankheitsbezogener Beitrag zur personalisierten und zielgruppengerechten Medizin durch die Förderung von Technologien geleistet werden, die den medizinischen Fortschritt vorantreiben. Es sollen konkrete Schritte dargelegt werden, wie Projektergebnisse im Erfolgsfall im Sinne einer Verbesserung der personalisierten Medizin in Prävention, Diagnostik oder Therapie von Erkrankungen verwertet werden können.

Gegenstand der Förderung

Gefördert wird ein Scoutingwettbewerb. Dieser besteht aus einer Machbarkeits-Phase, gefolgt von einer Realisierungsphase. In der Machbarkeits-Phase werden interdisziplinäre Forschungsverbünde gefördert, um die Mach­barkeitskonzepte für die Use Cases zu entwickeln. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten die Möglichkeit, ihre Vorhaben als Use Case in einer Realisierungsphase umzusetzen.

Es sollen interdisziplinäre datengetriebene Forschungsverbünde gefördert werden, die anhand von medizinisch relevanten Use Cases innovative In silico-Methoden erproben.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) beziehungsweise einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung), in Deutschland verlangt.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Verfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 27. August 2026 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen.

Seiten-Adresse: https://www.bio-pro.de/datenbanken/foerderungen/foerderung-von-use-cases-fuer-die-modellhafte-und-versorgungsrelevante-anwendung-von-silico-methoden-der-medizin-im-forschungs-u