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EU-Projekt

"Smart SMEs" im Alpenraum erfolgreich gestartet

Die beiden Schwergewichte Bioökonomie und Digitalisierung miteinander zu vereinen ist das Ziel des Projekts Smart SME. Ein spezieller Fokus liegt im Projekt auf der naturfaserbasierten Wertschöpfungskette und soll in seiner Gesamtheit auf Chancen und Hemmnisse der Digitalisierung analysiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet ein internationales Konsortium von Partnern aus Italien, Niederösterreich, Slowenien und der Schweiz zusammen, an dem die BIOPRO Baden-Württemberg ebenfalls beteiligt ist.

Eine E-Mail-Adresse ist etwas, was jedes Unternehmen in seinem Alltag verwendet. Aber heutzutage bietet die Digitalisierung viel mehr Lösungen, um das Geschäft einfacher und profitabler zu machen – von elektronischen Dokumentenmanagementsystemen und der Werbung für Waren und Dienstleistungen in sozialen Medien bis hin zu E-Commerce und Big Data. Maßnahmen zur Digitalisierung haben aber nur Erfolg, wenn diese von der Unternehmensleitung gewollt und unterstützt werden – also Chefsache sind. In KMUs (SME = KMU, kleine und mittlere Unternehmen) ist gerade dieser Personenkreis aber oft mit vielfältigen Aufgaben schon stark gefordert, sodass die Potenziale, die die Digitalisierung bietet, häufig nicht genutzt werden. Hierzu kommt, dass in ländlichen Gebieten die Netzanbindung oft unzureichend ist. 

{captionTextPlaceholder} © Pixabay/DJI-Agras

Das Projekt "Smart SMEs" soll dazu beitragen, Lösungen zu finden, wie die bestehenden Barrieren überwunden werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf KMU, die Teil biobasierter Wertschöpfungsketten sind und naturfaserbasierte Materialien produzieren, verarbeiten und anwenden, die sowohl aus nachwachsenden Rohstoffen als auch aus Bioabfällen hergestellt werden. Auf diese Weise trägt das Projekt zu einer nachhaltigen Transformation des Alpenraums unter Berücksichtigung des Bioökonomiekonzeptes bei. Um die Projektziele zu erreichen, sind folgende Schritte vorgesehen: Sammlung des verfügbaren Wissens über die Digitalisierung, das von Forschungseinrichtungen, Clustern, digitalen Innovationszentren und anderen Dienstleistern angeboten wird; Bewertung des Digitalisierungsgrades von KMU und Ermittlung von Hindernissen sowie Demonstration konkreter (technischer und nichttechnischer) Maßnahmen zur Überwindung der bestehenden Barrieren. Für die Anwendung der Maßnahmen in spezifischen biobasierten Wertschöpfungsketten werden sogenannte „Pilot Cases“ entwickelt. 

BIOPROs Beitrag zu "Smart SMEs"

Die BIOPRO ist für die Bestandsaufnahme des „Digitalisierungsökosystems“ in den teilnehmenden Regionen (Baden-Württemberg, Italien, Niederösterreich, Slowenien, Schweiz) verantwortlich. Außerdem erarbeitet die BIOPRO eine Methodik zur Analyse der Bedürfnisse von KMU mit besonderem Fokus auf naturfaserbasierten Wertschöpfungsketten. Des Weiteren werden Engpässe und Schlüsselfaktoren identifiziert und daraus abgeleitet, wie die Unternehmen vorgehen können, um die Digitalisierungspotenziale zu nutzen. Darüber hinaus veranstaltet die BIOPRO das „Policy Action Forum“, das politische Entscheidungsträger aus verschiedenen Bereichen (Digitalisierung, Entwicklung ländlicher Räume und Bioökonomie) zusammenbringt, um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch einzuleiten und die Roadmap zu validieren. 

Partnerstruktur in "Smart SMEs" 

"Smart SMEs" wurde am 24. Juli 2019 mit einem Kick-off-Meeting in Bern in den Räumlichkeiten des Projektleiters, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB, gestartet. Weitere Partner sind die Autonome Provinz Trient - Abteilung für Wirtschaftsentwicklung, Forschung und Arbeit (Italien), Hub Innovazione Trentino - Fondazione (Italien), ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Universität Maribor, Poly4EmI von Anteja ECG d.o.o. (beides Slowenien) sowie die BIOPRO Baden-Württemberg (Deutschland).

Das Projekt wird mit 233.589,00 Euro, davon 210.230,00 Euro von dem Europäischen Parlament über den „Alpine Region Preparatory Action Fund” (ARPAF), gefördert und läuft 18 Monate bis Ende Januar 2021. Zusammen mit AlpLinkBioEco und CirculAlps ist dies das dritte Projekt der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH im Alpenraum.
Seiten-Adresse: https://www.bio-pro.de/projekte/eu-alpenraum-projekt-smart-smes