Gemeinschaftsstand zeigt Potenzial einer biobasierten Wirtschaft

Greifbare Produkte und Verfahren zum Thema biobasierte Wirtschaft zeigt die BIOPRO Baden-Württemberg vom 8. bis 12. April 2013 mit Partnern im „Schaufenster biobasierte Wirtschaft - Bioökonomie“. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer besichtigten den Stand am Montagnachmittag.

Ministerin Theresia Bauer zeigte sich sehr interessiert an den teil-biobasierten Dübeln der fischerwerke GmbH & Co. KG, die - aus einem Projekt des Clusters Biopolymere/Biowerkstoffe der BIOPRO Baden-Württemberg heraus entstanden - heute schon im Baumarkt erhältlich sind. © BIOPRO

Besonders beeindruckt zeigte sich Ministerin Bauer von der Tatsache, dass die BIOPRO Baden-Württemberg zwei Bundesministerien bei der Durchführung des gemeinsamen Messeauftrittes unterstützt hat. „Das ist ein Zeichen dafür, dass wir in der Bioökonomie in Baden-Württemberg ganz vorne sind.“

In Deutschland werden gerade die Weichen gestellt für den Wandel von einer erdölbasierten hin zu einer biobasierten Wirtschaft. Der Gemeinschaftsstand zeigt im Schaufenster-Charakter, was in diesem Bereich heute schon möglich und morgen machbar ist. Hier kann live mitverfolgt werden, wie Formteile aus biobasiertem Kunststoff im 3-D-Druck entstehen. Außerdem werden Prototypen und ein erstes Serienbauteil aus biobasierten Kunststoffen für die Automobilbranche ausgestellt, sowie ein Photobioreaktor, in dem Algen-Wachstum und Produktion von Biodiesel oder von Ausgangsstoffen für die Kunststoffherstellung untersucht werden können. Weitere Exponate sind ein Ledersessel, mit Extrakten aus Olivenbaumblättern gegerbt, sowie Biotenside für die Anwendung in Textilien, Reinigungsmitteln oder Kosmetika.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann besuchte am Montag, den 8. April, das „Schaufenster biobasierte Wirtschaft – Bioökonomie“ auf der Hannover Messe. Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH (li), zeigte die Motorabdeckung der neuen A-Klasse von Mercedes-Benz, die aus teil-biobasiertem Polyamid hergestellt ist und dadurch einen höheren Temperaturbereich abdecken kann. © BIOPRO
Mit Hilfe eines herkömmlichen 3-D-Druckers lassen sich heute schon biobasierte Kunststoffe „drucken“. Hier wird ein Filament aus Polymilchsäure (PLA) verwendet. © BIOPRO

"In den ersten beiden Tagen haben wir schon eine Menge interessanter Gespräche geführt. Die Leute sind begeistert zu hören und zu sehen, was mit Hilfe der modernen Biotechnologie schon alles möglich ist,“ sagte Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg.

Eine biobasierte Wirtschaft oder Bioökonomie erstreckt sich über alle industriellen und wirtschaftlichen Sektoren, die erneuerbare biologische Ressourcen unter Anwendung biologischer und technologischer Verfahren nutzen. Dabei werden nicht nur konventionell erzeugte Produkte ersetzt, sondern auch neue Produkte geschaffen. Die Bioökonomie findet zur Zeit beispielsweise Anwendung in der Land- und Forstwirtschaft, der Energiewirtschaft, der Chemie und Pharmazie, der Nahrungsmittelindustrie, der Industriellen Biotechnologie, der Textilindustrie oder im Umweltschutz. So definiert es der Bioökonomierat, das Beratungsgremium der Bundesregierung.

Viele Beteiligte, ein Thema

© BIOPRO

Das „Schaufenster biobasierte Wirtschaft – Bioökonomie“ wird koordiniert von der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH und ist ein Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), des Projektträgers Jülich (PTJ), des BIO Deutschland e. V., des Teams BIOTECHNICA der Deutschen Messe und der BioIndustrie2021-Cluster Cluster BIOKATALYSE2021 der TuTech Innovation GmbH (Hamburg), Cluster Integrierte Bioindustrie (CIB) Frankfurt der Hessen Trade & Invest GmbH (Wiesbaden) und Cluster Biopolymere/Biowerkstoffe der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH (Stuttgart).

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