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Nach­wuchs­grup­pen Ver­sor­gungs­for­schung Frau­en­ge­sund­heit

Art:
Förderprogramm
Einreichungsfrist:
Förderung durch:
Bundesministerium für Gesundheit
Reichweite:

Der nachfolgende Text spiegelt nicht den gesamten Inhalt der Bekanntmachung wider, sondern enthält einzelne Auszüge der Richtlinie.

Ziel der Förderung

Frauen werden in der Gesundheitsforschung nach wie vor seltener berücksichtigt als Männer. Das hat zur Folge, dass noch immer viele diagnostische und therapeutische Verfahren primär auf männlichen Referenzwerten und Krankheitsverläufen basieren. Dadurch können Symptome bei Frauen übersehen oder fehlinterpretiert werden, was zu Fehlversorgung führen kann. Im weiblichen Lebenszyklus finden sich darüber hinaus besondere Anforderungen durch Menstruation, Schwangerschaft und Geburt sowie Wechseljahre. Außerdem sind Frauen einerseits von spezifischen Krankheiten betroffen, wie Endometriose oder dem Polyzystischem Ovarialsyndrom, und andererseits bei zahlreichen Erkrankungen überproportional oder in spezifischer Weise belastet. Beispielsweise treten Angststörungen, Autoimmunkrankheiten, Depressionen, Migräne und chronische Schmerzkrankheiten bei Frauen deutlich häufiger auf als bei Männern oder zeigen andere Verläufe. Für eine nachhaltige Verankerung der Versorgungsforschung zu Frauengesundheit in Deutschland ist ein Kapazitäts- und Strukturaufbau in der Forschung unerlässlich. Ziel der vorliegenden Fördermaßnahme „Nachwuchsgruppen Versorgungsforschung Frauengesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ist es, Nachwuchsgruppen im Themenfeld Frauengesundheit aufzubauen und den Aufbau von institutionellen Kapazitäten in der Versorgungsforschung anzustoßen. Mit dem Aufbau und der Leitung eigener Forschungsgruppen zur Umsetzung eigenständig und längerfristig konzipierter Forschungsprojekte wird herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit eröffnet, sich national wie international zu profilieren und ihre Führungsqualitäten weiter auszubauen.

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind selbständige Forschungsgruppen, die von promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern geleitet werden und Fragestellungen zum Thema Frauengesundheitsversorgung unabhängig bearbeiten. Ihnen soll hierdurch die Möglichkeit eröffnet werden, sich langfristig im Wissenschaftssystem zu etablieren und für die Übernahme einer Professur zu qualifizieren.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche (Fach-) Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Einrichtungen und Unternehmen, die wirtschaftlich tätig sind, sind nicht antragsberechtigt.

Verfahren

Das Verfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe werden Projektbeschreibungen ausgewählt. Erst in der zweiten Stufe werden förmliche Förderanträge gestellt.

In der ersten Verfahrensstufe ist dem Projektträger bis spätestens zum 13.02.2026, 12:00 Uhr eine Projektbeschreibung in elektronischer Form in deutscher Sprache hochzuladen.

Seiten-Adresse: https://www.bio-pro.de/datenbanken/foerderungen/nachwuchsgruppen-versorgungsforschung-frauengesundheit