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Eine Woche Praktikum bei der BIOPRO Baden-Württemberg - Erlebnisse und Erfahrungen

Es ist mein vierter Tag bei der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH und ich muss sagen, dass ich mich so gut wie eingelebt habe. Montags noch ahnungslos was mich denn überhaupt erwarten würde, weiß ich nun schon ziemlich viel über die Arbeit und die Aufgaben der BIOPRO und habe erste Eindrücke aus dem Berufsleben in einem Unternehmen sammeln können. Mit meinen Tagesberichten über das BOGY-Praktikum möchte ich einen Einblick in die Landesagentur BIOPRO Baden-Württemberg geben, die, wie ich nun weiß, in der Öffentlichkeitsarbeit, im Standortmarketing und in der Wirtschaftsförderung tätig ist.

Montag – erste Eindrücke:

Annikas Arbeitsplatz © BIOPRO, Deppe

Neun Uhr – mein erster Tag, was kommt auf mich zu? Doch zum Glück waren die ganzen Bedenken umsonst. Ich wurde freundlich von der Chefredakteurin Barbara Jonischkeit empfangen, die mir erst einmal das 12-Mann-Büro zeigte und mir die verschiedenen Leute und deren Aufgaben vorstellte. Am Vormittag erklärte mir eine Kollegin, wie das große Internetportal der BIOPRO aufgebaut ist und wie man sich darin zurechtfindet. Sie erzählte mir von ihren Erfahrungen beim Studium und wie sie zur BIOPRO gekommen ist und dort nun eine Stelle als Trainee hat. Anhand eines Artikels über die Maisbohrerlarven, die erhebliche Schäden an den Maispflanzen anrichten können, erklärte sie mir das Einstellen eines Artikels. Dabei lernte ich das Programm Imperia kennen, ein sogenanntes Content-Management-Programm, mit dem man einen Artikel in das Internetportal einstellen kann. Später fuhr ich mit Carmen Groß (Projektassistentin) und einer Kollegin ins Lager, um Stellwand, Prospektständer und sonstige Materialien für die bevorstehende Messe zu holen. Alles wurde dann im Haus der Wirtschaft aufgebaut.

Dienstag – T5 JobMesse:

Carmen Groß (BIOPRO) zeigt zwei Besuchern das BIOPRO-Magazin. © BIOPRO, Binder

Am Dienstag sollte ich erst um zehn Uhr kommen, um dann gleich mit den anderen zur T5 JobMesse in das nahe gelegene Haus der Wirtschaft zu gehen – natürlich in angemessener Kleidung. Da wir schon am Vortag unseren Messestand aufgebaut hatten, mussten nur noch die BIOPRO-Magazine und Prospekte in die Ständer einsortiert werden. Die ersten Besucher der Messe trudelten schon ein, sodass ich mir nun Gedanken machen musste, was ich denn bei Fragen antworten sollte. Zum Glück hatte mich Carmen Groß bereits einigermaßen darauf vorbereitet; so wurde ich nicht ganz ins kalte Wasser geworfen. Es war zwar anfangs noch schwierig, auf die Fragen der Besucher zu antworten, doch mit der Zeit und durch das Zuhören bei Carmens Gesprächen konnte ich die Interessenten doch gut über die BIOPRO informieren.

Der Biotech-Guide mit ausführlichen Informationen zu Unternehmen in Baden-Württemberg stieß auf großes Interesse. © BIOPRO, Binder
Später drückte mir Carmen die Kamera in die Hand mit dem Auftrag, noch ein paar Eindrücke festzuhalten. Auf der Messe waren etwa 20 Unternehmen mit Ständen im König-Karl-Saal vertreten (1.700 Besucher), sodass ich rund eine Stunde fleißig fotografierte. Beim Fotografieren fiel mir auf, dass sich nicht nur Studenten, Wiedereinsteiger in den Beruf oder Geschäftsleute auf der T5 tummelten, sondern auch interessierte Schüler. Nach vielen Momentaufnahmen von Gesprächen zwischen Messebesuchern und den jeweiligen Fachleuten der Stände kehrte ich wieder zu meiner eigentlichen Arbeit an unseren Stand zurück. Ich erklärte den Besuchern den Biotech Guide, der mit 130 Unternehmen aus Baden-Württemberg ein sehr beliebtes Informationsmittel ist. Als unsere Magazine und Broschüren ausgingen, füllte ich die Ständer wieder mit neuem Material. Um circa 13 Uhr wechselte ich dann meinen Posten mit einer Kollegin. Zurück im Büro schaute ich über die Schulter einer Lektorin. Dabei lernte ich, dass es bei einem guten Artikel nicht nur auf die Grammatik und die korrekte Rechtschreibung ankommt, sondern auch der Schreibstil und der formale Aufbau seine Wichtigkeit haben. Mit ihr zusammen schaute ich mir anhand eines Artikels über Nanobiotechnologie an, was es noch zum Korrigieren und Verbessern gab.

Mittwoch/Donnerstag – „Biotechnologie & Schule“ und Artikel einstellen:

In diesen zwei Tagen war es meine Aufgabe, den Reiter (Teil des Internetportals) „Biotechnologie & Schule“ auf der BIOPRO-Internetseite zu begutachten, der vor allem Schüler und Studierende ansprechen soll. Ob ein Schüler auch wirklich die Texte und Artikel dieses Reiters versteht und ansprechend findet, sollte ich überprüfen, da ich natürlich als BOGY-Praktikantin mit den Augen einer Schülerin und nicht einer Fachkundigen sehe. Die wenigen Verbesserungsvorschläge besprach ich dann mit einer für diesen Reiter zuständigen Kollegin.
Danach durfte ich selbstständig einen Artikel einstellen. Das Einstellen an sich stellte zwar keine so schwierige Aufgabe dar, man musste aber dennoch mit dem Programm Imperia klarkommen. Mit ein paar Hilfestellungen gelang es mir schließlich doch, den Artikel einzustellen.
Ich lernte somit in der kurzen Zeit wie ein Internetportal aufgebaut ist und wie man die Artikel dafür richtig einstellt, sodass man sich auf der Internetseite gut zurechtfindet. Durch die verschiedenen Tätigkeitsfelder, von Lektorat über Projektmanagement in den verschiedenen Bereichen bis zum Marketing auf Messen, bekam ich Einblick in ein breites Spektrum. Ich habe bemerkt, dass man bei der BIOPRO auch eine abwechslungsreiche Arbeit hat und nicht nur im Büro sitzt.

Gesamteindruck von meinem Praktikum

Als Resultat würde ich sagen, dass die Woche bei der BIOPRO sehr interessant war, um einen Einblick zu bekommen, was man mit einem Biologiestudium für Möglichkeiten hat, außer in der Forschung oder der pharmazeutischen Industrie zu arbeiten. Ich würde daher denjenigen ein Praktikum bei BIOPRO empfehlen, die nicht nur die andere Seite eines „Biologie-Jobs“ kennenlernen wollen, sondern auch denjenigen, die sich für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit interessieren. Die Arbeit hier deckt viele Aspekte und Möglichkeiten – technische Biologie, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsförderung, etc. – ab und ist daher für viele eine gute Möglichkeit, in das Berufsleben reinzuschnuppern.

Seiten-Adresse: https://www.bio-pro.de/presse/fachbeitraege/eine-woche-praktikum-bei-der-biopro-baden-wuerttemberg-erlebnisse-und-erfahrungen