4. Verleihung des MTZ®-BIOPRO Schülerpreises

Gemeinsam mit der MTZ®stiftung wurden im Juni bereits zum vierten Mal die besten Abiturientinnen und Abiturienten im Fach Biotechnologie mit dem MTZ®-BIOPRO Schülerpreis ausgezeichnet. Die in 2008 ins Leben gerufene Kooperation der MTZ®stiftung und der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH möchte das Interesse der Schülerinnen und Schüler in den naturwissenschaftlichen Fächern stärken und die besten Abgängerinnen und Abgänger im Fach Biotechnologie für ihren Fleiß und die herausragenden Leistungen belohnen. Inklusive der 27 Preisträger aus 2011 konnten so seit Gründung des Schülerpreises bereits über 100 Auszeichnungen vergeben werden.

Jeder Preisträger erhält neben einer Urkunde auch einen Buchpreis „Die Molekularbiologie der Zelle“ sowie eine Einladung zur europäischen Leitmesse „Biotechnica“ in Hannover. So können die jungen Abiturienten ihr noch meist theoretisches Wissen mit einem praktischen Einblick in die Entwicklung der Life-Science-Branche verbinden. Um zu erfahren, wie der Alltag eines Biologen aussehen kann und wie sich aktuelle Marktanforderungen gestalten, haben die Preisträger und Preisträgerinnen einen Tag lang die Möglichkeit, vor Ort Kontakte mit Unternehmen, Universitäten und naturwissenschaftlichen Einrichtungen zu knüpfen.

"Wir freuen uns sehr über dieses besondere Projekt und diesen besonderen Preis und werden bemüht sein, in den nächsten Jahren die einzelnen Biotechnologie-Gymnasien zu besuchen und an den Preisverleihungen persönlich teilzunehmen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Biotechnica 2011 in Hannover und wünschen den jeweiligen PreisträgerInnen eine erfolgreiche berufliche Zukunft ", so Monika und Thomas Zimmermann, Gründer der MTZ®stiftung.

"Baden-Württemberg war das erste Bundesland, das für Biotechnologie eine spezielle Ausbildung an den beruflichen Gymnasien ins Leben gerufen hat", erklärt Dr. Barbara Jonischkeit, Leiterin der Kommunikation bei der BIOPRO Baden-Württemberg. "Als Querschnittstechnologie kann die Biotechnologie Innovationen in vielen Branchen befördern, dafür ist ein gutes Verständnis der Biologie und deren technischer Nutzung aber unerlässlich. Die Schüler der Biotechnologie-Gymnasien sind gut vorbereitet, hier einen wichtigen Beitrag für die Zukunft zu leisten. Die BIOPRO gratuliert allen Preisträgern."

Warum ein Biotechnologisches Gymnasium?

Maximilian Merkel, Anne-Frank-Schule Rastatt

Die Entscheidung der Schülerinnen und Schüler für ein berufliches Gymnasium sind ganz unterschiedlicher Art. So hat Mareile Janko bereits am Projekt „Forsche Schülerinnen forschen“ mitgewirkt und spannende Einblicke in Naturwissenschaft, Umwelt und Technik erhalten. "Das hat mich sofort angesprochen und ich habe mich noch in derselben Woche an der Bertha-von-Suttner-Schule beworben." Andere nahmen die Geschwister als Vorbild oder berieten sich mit Freunden, so auch Timo Kersting von der Helene-Lange-Schule Mannheim.

Der Ausblick auf den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt war jedoch bei allen ausschlaggebend. Aber auch die Schulen selbst bemühen sich um ihren Nachwuchs. So wurde Maximilian Merkel durch einen Informationstag auf die Anne-Frank Schule und Raphael Nold auf die Mathilde-Weber Schule aufmerksam und vom Profilfach Biotechnologie überzeugt.

Sarah Sagin freute sich, das Gelernte bereits sehr schnell im Alltag anwenden zu können.

„Das praktische Arbeiten, das das in der Theorie Gelernte anschaulich macht“ hatte Katrin Stuber während der Schulzeit am besten gefallen.  Allgemein wurde die Zeit im Labor von den Schülerinnen und Schülern sehr geschätzt. „Schade war nur, dass man in den naturwissenschaftlichen Fächern (Chemie, Biologie, Physik) jeweils nur ein Projekt durchführen musste. Dadurch hat man sich nur mit dem Thema des eigenen Projektes ausführlich beschäftigt, obwohl die anderen Themen auch sehr wichtig waren. Am Ende hat zwar jede Gruppe ihre Projektergebnisse präsentiert, trotzdem hat man weniger gelernt“, findet Christina Zwanger. Sie steht wie die anderen Preisträger nun vor der Wahl des Studiums oder einer Ausbildung und wird sich voraussichtlich für die naturwissenschaftliche Richtung entscheiden.

Manuel Göpferich von der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal möchte die Vorkenntnisse der bereits abgeschlossenen Ausbildung mit dem kommenden Studium verbinden: „Ich werde mich in Heidelberg für den Studiengang Molekulare Biotechnologie bewerben. Mein Interesse gilt hierbei besonders der Fermentation, einer Disziplin der Biotechnologie, die ich mit meiner Ausbildung als technischer Zeichner für Maschinenbau und Anlagetechnik verbinden kann."

Daniele Usenbenz schätzte die Abwechslung von Theorie & Praxis.

Daniele Usenbenz profitierte beim Schulwechsel von der steigenden Zahl der BTG's in Baden-Württemberg. Als in 2008 das Biotechnologische Gymnasium an der Laura-Schradin-Schule in Reutlingen eingerichtet wurde, hatte sie nicht lange gezögert: "Die Entscheidung war super und ich würde es wieder so machen!". Im Anschluss möchte sie Biologie & Chemie auf Lehramt studieren und würde später gerne an einem BTG unterrichten.

Seit Gründung des ersten Biotechnologischen Gymnasiums (BTG) in 2001/2002 hat sich die Zahl dieser Gymnasien in Baden-Württemberg auf 28 erhöht. Das 29. BTG führt nun die 27 Schüler, welche ab dem Schuljahr 2010/11 das Biotechnologiegymnasium in Calw besuchen, in den Jahren bis zum Abitur ebenfalls systematisch an das wissenschaftliche Arbeiten heran. Des Weiteren wird die Elisabeth-Selbert-Schule in Karlsruhe ab 2012 Abiturienten im Fach Biotechnologie prüfen.


Preisträgerinnen und Preisträger 2011

Büllmann, Simon (Mathilde-Planck-Schule Lörrach)

Breunig, Stefanie (Augusta-Bender-Schule Mosbach)

Fay, Florian (Mettnau-Schule Radolfzell)

Göpferich, Manuel (Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal)

Janko, Mareile (Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingen)

Jarsetz, Nikolas (Edith-Stein-Schule Ravensburg)

Kersting, Timo (Helene-Lange-Schule Mannheim)

Krach, Florian (Justus-von-Liebig-Schule Aalen)

Merkel, Maximilian (Anne-Frank-Schule Rastatt)

Mihajlov, Valentin (Haus- und Landwirtschaftliche Schulen Offenburg)

Mrakovcic, Manuela (Matthias-Erzberger-Schule Biberach)

Nold, Raphael (Mathilde-Weber-Schule Tübingen)

Oberhardt, Valerie (Christiane-Herzog-Schule Heilbronn)

Pettmann, Johannes (Käthe-Kollwitz-Schule Esslingen)

Polowsky, Nicole (Albert-Schweitzer-Schule Villingen-Schwenningen)

Sagin, Sarah (Fritz-Erler-Schule Tuttlingen)

Schneider, Franziska (Johanna-Wittum-Schule Pforzheim)

Scholz, Steffen (Mildred-Scheel-Schule Böblingen)

Sexauer, Raphael (Merian-Schule Freiburg)

Stehle, Pia Karina (Hauswirtschaftlich-Sozialpädagogische Schule Albstadt)

Stuber, Katrin (Valckenburgschule Ulm)

Türkmen, Tugce (Droste-Hülshoff-Schule Friedichshafen)

Ücker, Ruth (Justus-von-Liebig-Schule Waldshut-Tiengen)

Usenbenz, Daniele (Laura-Schradin-Schule Reutlingen)

Walter, Hannah (Marie-Baum-Schule Heidelberg)

Weippert, Valentin (Sibilla-Egen-Schule Schwäbisch Hall)

Zwanger, Christina (Nell-Breuning-Schule Rottweil)

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