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Baden-Württemberg - der Biotechnologiestandort in Europa

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19.08.2010

Life Sciences Unternehmen in Baden-Württemberg

Die dynamische Unternehmenslandschaft in Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine Vielzahl von Unternehmen aus. Im Folgenden finden Sie Porträts von Unternehmen aus den unterschiedlichen Bereichen, z.B. Biotechnologie, Medizintechnik, Pharma oder Diagnostik. Auch Unternehmen aus klassischen Branchen wie Chemie oder Kunststoff, die Innovationen durch den Einsatz von moderner Biotechnologie vorantreiben, werden hier vorgestellt.



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Gute Nachrichten für den Nutzpflanzenbau: PathoScan bietet ein schnelles und einfaches Verfahren zur Früherkennung von schädlichen Pilzen und Bakterien an. Mit speziellen DNA-Sonden kann äußerst genau, sicher und schnell festgestellt werden, ob und mit welchen Organismen zum Beispiel Saatgut befallen ist.

Um Ernteausfälle durch Schädlingsbefall zu vermeiden, werden Saatgutprüfungen immer wichtiger. Deshalb haben Dr. Frank Brändle und Dr. Marco Thines, Geschäftsführer der Hohenheimer PathoScan GbR, ein molekularbiologisches Testsystem entwickelt, mit dem sich Pilze und Bakterien in sehr frühen Stadien im Saatgut nachweisen lassen. Die internationale Patentierung steht kurz bevor.

Die PEPperPRINT GmbH, eine Ausgründung aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, hat den höchstdotierten deutschen Gründerwettbewerb, den Science4Life Venture Cup, gewonnen. Das Heidelberger Start-up-Unternehmen wurde für seine Technologie bereits mit dem renommierten Wissenschaftspreis des Stifterverbands und als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ 2009 ausgezeichnet.

Peptide nach individuellen Wünschen herzustellen und hoch aufgereinigt zu liefern – das ist das Ziel von Peptide Specialty Laboratories GmbH. "Nur ein gutes Peptid erzeugt ein gutes Antiserum", meint Geschäftsführer Dr. Hans-Richard Rackwitz.

Ideen und Patente gibt es zuhauf. Aber bis Produkte den Markt erreichen, vergeht viel Zeit. Zu viel Zeit, sagt Gabriele Stein. Die Ulmerin will mit ihrem Unternehmen pervormance® Innovationen schneller in den Markt bringen. Bei einigen Firmen aus der Gesundheitsbranche ist das bereits gelungen.

Die medizinischen Anwendungsbereiche für Kunststoffe sind mannigfaltig. Spritzen, selbstabbaubare Gelenkschrauben oder Kanülen für Katheter - Kliniken möchten möglichst hochwertige Produkte, die nicht zu teuer sind. Die Firma Pfaff GmbH aus Waldkirch bei Freiburg verfügt über das Know-how und die technischen Mittel, um Kunststoffteile aus verschiedenen Komponenten herzustellen. Das Verfahren des Spritzgießens spart Montagekosten und ist auch noch sehr exakt. Der geschickte Einsatz intelligenter Materialien brachte der Pfaff GmbH für zwei Produkte im medizinisch-technischen Bereich sogar jeweils den Freiburger Innovationspreis ein.

Die Testsysteme der Phadia GmbH zur Diagnose von Autoimmunerkrankungen kommen enorm gut an am Markt. Sie sind so erfolgreich, dass die Unternehmensführung mit zweistelligen Wachstumsraten in den kommenden Jahren rechnet und neue Mitarbeiter einstellt. Den Namen Phadia trägt das Freiburger Unternehmen erst seit wenigen Monaten. Doch die Erfahrung und Kompetenz, auf die der Erfolg gründet, reicht bis ins Jahr 1983 zurück. Damals hieß man noch Elias, später dann Pharmacia Diagnostics, zwischenzeitlich Sweden Diagnostics und seit Sommer nun firmiert man unter Phadia.

Seit August vergangenen Jahres sorgt die PHAST Development GmbH & Co. KG für frischen Wind auf dem früheren Forschungscampus des Pharmakonzerns Takeda (ehemals Nycomed) in Konstanz. Das pharmazeutische Unternehmen mit Wurzeln im saarländischen Homburg ist Spezialist für innovative Methoden zur Qualitätsprüfung von Arzneimitteln. So werden beispielsweise Prüfverfahren zur Optimierung der Wirkstofffreisetzung entwickelt. Ein Neuanfang für das Unternehmen, möglicherweise aber auch für die Bioregion BioLAGO.

Die Phenex Pharmaceuticals AG hat eine einzigartige Technologieplattform zur Identifizierung und Analyse neuer selektiver Wirkstoffe für Nukleäre Rezeptoren aufgebaut. Durch „Fee-for-service“ und Technologietransfer-Deals mit etablierten Biotech- und Pharmaunternehmen ist das Unternehmen seit seinem ersten Geschäftsjahr profitabel. Neben einer weiteren Expansion des Servicegeschäftes ist Phenex jetzt dabei, eine erste externe Finanzierungsrunde durchzuführen und mit dem zusätzlichen Eigenkapital neue, selektive Wirkstoffe, die an Nukleären Rezeptoren ansetzen, selbst bis zur klinischen Prüfung zu entwickeln.

Die Heidelberger Firma PheneX Pharmaceuticals ist auf dem Weg, zu einem führenden Unternehmen in der Entwicklung hochspezifischer Wirkstoffe und Medikamente zu werden.

Die Geschichte des Pharmadienstleisters Phytos ist die Geschichte eines 15-jährigen Erfolges. Aus dem Zwei-Mann-Betrieb, den die Biologen Dr. Klaus Denzel und Dr. Andreas Hofmann 1989 in Neu-Ulm gründeten, hat sich eines der größten Naturstoffanalytik-Labore Deutschlands entwickelt. Inzwischen auf 45 Mitarbeiter angewachsen, erwirtschaftet die Firma seit einigen Jahren Umsätze mit zweistelligen Zuwachsraten.

Um aus Ideen der Grundlagenforschung tatsächlich marktfähige Produkte zu entwickeln, fehlen vielen Unternehmen in der Regel die Ressourcen und die Infrastruktur. Sowohl unter technischen als auch ökonomischen Gesichtspunkten sind Materialinnovationen in der Wirtschaft jedoch unerlässlich. Die Polymaterials AG bietet mit ihrer strukturierten Dienstleistungspalette ihren Kunden die Möglichkeit, Materialprobleme zu lösen und innovative Ideen zu realisieren.

Wendig, schnell und flexibel, für große wie kleine Projekte gleichermaßen. Auf diese Formel bringt Martin B. Rohrer den Erfolg seiner ProfitCircle GmbH. Vor fünf Jahren hat der Maschinenbauer und auf internationales Marketing spezialisierte Wirtschaftsingenieur die Firma gegründet.

Proplanta, das Hohenheimer Informations- und Kommunikationsportal für die Landwirtschaft bündelt Kompetenzen für Wissenschaft, Praxis und Verbraucher. Mit bis zu 8.000 Seitenaufrufen täglich stößt das Portal www.proplanta.de seit seinem Start im Juli 2006 bei Forschern, Landwirten und Verbrauchern gleichermaßen auf breites Interesse.

Die ProQinase GmbH in Freiburg behauptet sich als junges Biotech-Unternehmen mit einem intelligenten Konzept am Markt. Das Unternehmen entwickelt selbst neue pharmazeutische Wirkstoffe zur Behandlung von Krebserkrankungen. Es nutzt seine Erfahrung und sein Wissen aber auch, um Dienstleistungen wie vorklinische Studien und klinische Biomarkertests professionell für Dritte anzubieten.

Die Protzek Gesellschaft für Biomedizinische Technik mbH aus Lörrach hat ein mobiles System entwickelt, das eine quantitative Drogen- und Medikamentenanalytik an Ort und Stelle erlaubt – und zwar ausnahmslos nach objektiven Kriterien. Das hilft, Kosten zu sparen, denn die subjektiv beurteilten Urin- oder Speichelproben wurden bisher häufig unnötigerweise ins Labor geschickt.

Die Q-bios GmbH, ein Spin-off der Hochschule Mannheim, ist ein biotechnologisches Dienstleistungsunternehmen. Zu den Schwerpunkten der jungen Firma gehört die Produktion und Aufreinigung diagnostisch und therapeutisch nutzbarer Proteine sowie die Entwicklung und Amplifikation dafür geeigneter Zelllinien. Dazu wird ein kundenspezifischer Service in modernsten Technologien für die biotechnologische und medizinisch-diagnostische Industrie angeboten.

Seit 1989 bietet Qualis hochwertige mikrobiologische, molekularbiologische und zellbiologische Diagnostik an und unterstützt damit den hohen Qualitätsanspruch seiner Kunden an deren Produkte und Prozesse. Verlässliche Ergebnisse und Erkenntnisse zu erarbeiten ist das Ziel der Qualitätspolitik des Qualis Laboratorium - ein Ziel im Sinne des Kunden, denn er gewinnt stets genaue Kenntnis über die biologische Sicherheit seiner Produktionsverfahren.

Gemessene Daten leichter verwertbar zu machen – das ist das Ziel von quantiom bioinformatics GmbH & Co. KG. Mit deren Software lassen sich beispielsweise Inhaltsstoffe nachweisen, die DNA-Chip-Qualität beurteilen oder der Verschleiß von Bauteilen bei Geräten frühzeitig erkennen.

In den vergangenen 30 Jahren hat die Quintiles GmbH in Freiburg mehr als 800 klinische Studien der Phase I und IIa vorgenommen. Auftraggeber waren Pharma-Hersteller aus allen Teilen der Welt.

Die 1992 gegründete "RCA - Reuter Chemische Apparatebau KG" ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung von neuartigen Verfahren zur Trennung von organischen Substanzgemischen. Die jeweiligen Enantiomere sind Vorprodukte für Wirkstoffe in Medikamenten.


Seit rund zehn Jahren bietet rent-a-lab seine Dienstleistungen rund um die Detektion und Mengenbestimmung von Biomolekülen an. Ein Schwerpunkt sind Bindungsstudien an Rezeptoren des GTP-bindenden Proteins – ein Gebiet, das durch die Verleihung des Chemienobelpreises für die Identifizierung dieser wichtigen Rezeptorklasse aktuell im Fokus der Aufmerksamkeit steht.

Im württembergischen Laupheim sitzt eines der Biotech-Unternehmen der ersten Stunde, die Rentschler Biotechnologie GmbH, ein unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen der Rentschler Gruppe. Auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der modernen Biotechnologie blickt das Unternehmen zurück, das in den 70er Jahren mit der Entwicklung und weltweit ersten Zulassung eines natürlichen Interferons beta begann.

Die Laupheimer Firma Rentschler zählt in Europa inzwischen zu den großen biopharmazeutischen Auftragsherstellern. Das war nicht immer so. Ein Blick in die Firmengeschichte zeigt, warum das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen das geworden ist, was es heute ist.

ROOTec bietet auf der Basis von pflanzlichen Wurzelkulturen („Hairy Root Cultures“) eine innovative Reaktortechnologie an, die sich zur Gewinnung von in Pflanzenwurzeln produzierten pflanzlichen Wirkstoffen, für Biotransformationen, zur Entdeckung neuer Wirksubstanzen sowie für die Produktion rekombinanter Proteine im Molecular Farming anbietet.



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