title_organisation_de

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder

Baden-Württemberg - der Biotechnologiestandort in Europa

Logo Bundesland Baden-Württemberg

Beginn Sprachwahl


Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Sie sind hier:

Ende Navigator



Gene Bridges: Präzision ist gefragt - neues Verfahren zur DNA-Manipulation

Klonierung, Subklonierung und Modifikation von DNA beliebiger Größe ist nun an jeder Position möglich. Das neue Verfahren der Gene Bridges GmbH heißt Red/ET-Rekombination und erweist sich gegenüber herkömmlichen Techniken auch hinsichtlich seiner Genauigkeit und schnellen Durchführbarkeit als vorteilhaft.

Wie funktioniert Red/ET

Grundlage dieser Technologie ist das Expressionsplasmid Red/ET, mit dessen Hilfe sich DNA-Abschnitte basengenau an jeder beliebigen Stelle im Genom von E. coli einfügen lassen. Einzige Bedingung: Die beiden zu rekombinierenden DNA-Moleküle müssen Homologiearme von jeweils 50 Basenpaaren tragen. Diese lassen sich als Oligonucleotide synthetisieren und über eine PCR-Reaktion an ein lineares Fragment anhängen. Da mit der Oligonucleotid-Synthese die Herstellung beliebiger Sequenzen als Homologiearme möglich ist, lässt sich jede Stelle im Genom modifizieren. Das Red/ET-Plasmid enthält einen temperatursensitiven Replikationsstartpunkt, sodass der Anwender das Plasmid nach Ablauf der Reaktion schnell und leicht wieder entfernen kann.
Eine schematische Darstellung des Vektor-Konstruktes. (Abbildung: Gene Bridges)Neues Fenster
Eine schematische Darstellung des Vektor-Konstruktes. (Abbildung: Gene Bridges) Red/ET-Technologie. Zum Vergrößern bitte anklicken.  (© Gene Bridges)
Die Red/ET-Rekombination beginnt mit einem Crossover zwischen dem einzufügenden DNA-Abschnitt mit seinen Homologiearmen (hm) und dem Zielvektor. Das Red/ET-Plasmid sorgt als „Katalysator“ für den Austausch der DNA-Abschnitte. Das Produkt ist ein modifizierter Vektor.

Durch geschickte Auswahl der linearen Fragmente kann der Anwender sowohl Gene aus dem E.-coli-Chromosom durch Insertion eines Resistenzgens ausschalten als auch gezielt entfernen oder einfügen. Weiterhin können Selektionsmarker zum Einsatz kommen, die zusätzlich mit Erkennungsstellen für eine sequenzspezifische Rekombinase flankiert sind. Diese lassen sich anschließend durch kurze Expression des entsprechenden Enzyms schnell und zuverlässig entfernen. Somit kann der Anwender mehrere Gene nacheinander modifizieren.

Die Produktpalette von Gene Bridges

Zum kommerziellen Gebrauch bietet Gene Bridges die Nutzungsrechte der Red/ET-Rekombinationstechnologie an. Die Anwender erhalten zusammen mit der Lizenz eine Grundausstattung der dazu erforderlichen Reagenzien. Kunden können aber auch Gene Bridges direkt beauftragen, gewünschte DNA-Modifikationen für sie durchzuführen. Damit können sie diese Technologie erst einmal kennenlernen und auf Eignung für ihre Projekte überprüfen, bevor sie einen Lizenzvertrag eingehen. Für Forscher in nicht kommerziellen Einrichtungen bietet Gene Bridges verschiedene Kits für die Red/ET-Rekombinationstechnologie (inklusive Reagenzien zur Durchführung von Kontrollexperimenten) zu handelsüblichen Preisen an. Die Kits enthalten alle das gleiche Red/ET-Plasmid. Das Angebot umfasst weiterhin Hilfsmittel für ein erweitertes Anwendungsspektrum, z.B. bestimmte Plasmide und Stämme.

Anwendungsgebiete

Die neue Technik kann insbesondere in der „Weißen Biotechnologie“ von Nutzen sein. Dieser Bereich ist zur Produktion von bestimmten Substanzen auf unkomplizierte Modifikation des E.-coli-Genoms angewiesen. Somit lassen sich nicht nur maßgeschneiderte Produktionsstämme für bereits bestehende biotechnologische Produkte herstellen, sondern auch neue Produkte durch Verknüpfung von DNA-Abschnitten aus verschiedenen Organismen planen. (Literatur: Tim Zeppenfeld und Harald Kranz: Manipulation des E.coli-Chromosoms zur Optimierung von Produktionsstämmen. Laborwelt 5/2006, pp. 25-27).
Geschäftsführer Gary Stevens (links) und Laborleiter Dr. Harald Kranz präsentieren die Red/ET-Rekombinationstechnologie auf der BIO 2006 in Philadelphia. (Foto: Gene Bridges)
Geschäftsführer Gary Stevens (links) und Laborleiter Dr. Harald Kranz präsentieren die Red/ET-Rekombinationstechnologie auf der BIO 2006 in Philadelphia. (© Gene Bridges)
„Die neue Rekombinationstechnologie steigert die Effizienz der DNA-Modifizierung,“ sagt Geschäftsführer Gary Stevens, „wenn man sich zum Beispiel den Weg der Arzneistoffentwicklung bis zum Gewinn wie einen Flaschenhals mit einem langen Korken vorstellt, so lässt sich mit Hilfe der neuen Rekombinationstechnologie ein durchaus größeres Stück von dem Korken herausziehen, als es bisher möglich war.“

RK – 25.10.06
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH















Weitere Informationen zum Beitrag:
Dr. Harald Kranz
Gene Bridges GmbH
Im Neuenheimer Feld 584
69120 Heidelberg
Tel.: (06221) 13 708 22
Fax: (06221) 13 708 29
E-Mail: harald.kranz@genebridges.com
Logo der Region Rhein-Neckar
01.10.2006

SUCHEN


DATENBANK

für Unternehmen und Forschungseinrichtungen



NEWSLETTER


GLOSSAR

Hier finden Sie Fachbegriffe mit Erläuterungen




http://www.bio-pro.de/standort/unternehmen_bw/index.html?lang=de