title_organisation_de

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder

Baden-Württemberg - der Biotechnologiestandort in Europa

Logo Bundesland Baden-Württemberg

Beginn Sprachwahl


Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Sie sind hier:

Ende Navigator



Fritz Henn - Fokus auf biologisch-grundlagenorientierter Psychiatrie

Am 6. Oktober 2008 wurde Professor Fritz A. Henn, dem langjährigen Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim, das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Über Professor Dr. Dr. Fritz A. Henn am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim ist in diesem Portal schon mehrfach berichtet worden. Aus Anlass der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, das ihm in einer feierlichen Veranstaltung im Rittersaal des Mannheimer Schlosses von Professor Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, verliehen worden ist, soll sein Wirken für das ZI, das er zwölf Jahre als Direktor geleitet hatte, besonders gewürdigt werden. Die hohe internationale Reputation des ZI als Forschungsinstitut und seine Bedeutung als Therapieeinrichtung in der Region ist Professor Henn in besonderem Maße zu verdanken.
Porträt von Professor Fritz Henn vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI)
Prof. Dr. phil. Dr. med. Fritz A. Henn (© ZI Mannheim)
Nach seiner Emeritierung im März 2006 war Henn in die USA zurückgekehrt, wo er jetzt als Co-Direktor am renommierten Brookhaven National Laboratory (BNL), einem der zehn großen Forschungszentren der US-amerikanischen Regierung, für den Bereich Lebenswissenschaften verantwortlich ist. Zuvor war er von 1994 bis 2006 Direktor des ZI und zugleich Lehrstuhlinhaber für das Fach Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

Henn wurde am 26. März 1941 in Alden im US-Staat Pennsylvania geboren, studierte Biologie und promovierte zum Dr. phil. an der Johns Hopkins University in Baltimore, MD. Nach einem Post-Doc-Jahr in Schweden studierte er Medizin und machte seine Facharztausbildung in Psychiatrie an der Washington University in St. Louis, MO. 1981 erhielt er seine erste ordentliche Professur an der Psychiatrischen Klinik der University of Iowa. Weitere Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere waren die Leitung der Psychiatrischen Klinik der State University of New York at Stony Brook und des Long Island Research Institute des New York State Office of Mental Health. Vor seinem Wechsel nach Deutschland war er von 1983 bis 1994 Direktor des Forschungsinstituts für Seelische Gesundheit in Stony Brook.

Umstrukturierung des ZI

Das Kompetenznetz Demenzen

Henn hat entscheidend zur Gründung des Kompetenznetzes Demenzen beigetragen, in dem sich 14 universitäre, vor allem psychiatrische Zentren zusammengeschlossen haben, die in der deutschen Demenzforschung führend sind, und an dem auch Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, pharmazeutische Unternehmen und Selbsthilfeorganisationen beteiligt sind. Von 2002 bis 2006 war Henn Sprecher des Kompetenznetzes Demenzen, das mit rund 12,5 Mio. Euro vom BMBF gefördert wird. Die Netzzentrale und Koordination befinden sich auch weiterhin am ZI in Mannheim.
Porträt von Prof. Andreas Meyer-Lindenberg
Prof. Andreas Meyer-Lindenberg (© ZI Mannheim)
Schließlich hat Fritz Henn auch an der erfolgreichen Beantragung des dritten Sonderforschungsbereichs am ZI, dem SFB 636 „Lernen, Gedächtnis und Plastizität des Gehirns“ (Sprecherin: Prof. Herta Flor) mitgewirkt, der seit Anfang 2008 in seine zweite vierjährige Förderphase (mit fast 10 Mio. Euro Förderung) geht.

Mit dem Fokus auf die biologisch-grundlagenorientierte Psychiatrie hat Professor Henn das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit auf eine neue Basis gestellt, die seit Juli 2007 von seinem Nachfolger, Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, der vom Institute of Mental Health in Bethesda, MD, USA, berufen worden ist, in Richtung der Translationalen Neurowissenschaft in der Psychiatrie weiter entwickelt wird.

EJ – 16. 10. 08
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
Ein Beitrag von:
Logo der Region Rhein-Neckar
16.10.2008

SUCHEN


DATENBANK

für Unternehmen und Forschungseinrichtungen



NEWSLETTER


GLOSSAR

Hier finden Sie Fachbegriffe mit Erläuterungen




http://www.bio-pro.de/standort/aktuelle_forschung_in_bw/portraet/index.html?lang=de