title_organisation_de

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder

Baden-Württemberg - der Biotechnologiestandort in Europa

Logo Bundesland Baden-Württemberg

Beginn Sprachwahl


Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Sie sind hier:

Ende Navigator



24.05.2010

Langer Weg von der Entwicklung bis zur weltweiten Akzeptanz

Gemeinsam mit der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health Baltimore hat die Uni Konstanz das Center for Alternatives to Animal Testing - Europe (CAAT-EU) in Konstanz errichtet. Die transatlantische Kooperation hat zum Ziel, neue und innovative Methoden zum Tierversuchersatz zu etablieren, mit vereinter Expertise zur menschenrelevanten, verbraucherschützenden Sicherheitsprüfung beizutragen und als Kommunikationsplattform an einer globalen Verständigung um die Vereinheitlichung von Sicherheitstests teilzunehmen. Die BIOPRO Baden-Württemberg GmbH sprach mit dem Leiter des neuen Kompetenzzentrums und Inhaber des Doerenkamp-Zbinden-Stiftungslehrstuhls für in-vitro-Toxikologie und Biomedizin, Prof. Marcel Leist (ML) sowie mit dem Geschäftsführer des CAAT-EU und Biologen, Dr. Mardas Daneshian (DA) über die Hintergründe und die greifbare Vision eines weltweiten Standards für Sicherheitsprüfungen.

Prof. Marcel Leist, Leiter des CAAT-EU und Dr. Mardas Daneshian, Geschäftsführer des Kompetenzentrums für Tierversuch-Alternativen an der Uni Konstanz vor einem Poster stehend.
Prof. Marcel Leist, Leiter des CAAT-EU und Dr. Mardas Daneshian, Geschäftsführer des neuen Kompetenzentrums für Tierversuch-Alternativen an der Uni Konstanz. (© Michael Statnik)

Herr Dr. Daneshian, was waren die Gründe, gerade an der Universität Konstanz, und nicht an einer anderen Hochschule, das CAAT-EU zu etablieren?

DA: Als eine der neun deutschen Exzellenz-Universitäten kann die Universität Konstanz auf eine lange Tradition in In-vitro-Pharmakologie und In-vitro-Toxikologie zurückblicken. Darüber hinaus ist hier der erste europäische Lehrstuhl für In-Vitro-Toxikologie und Biomedizin eingerichtet. Dieser für Deutschland einzigartige biomedizinische Fokus und die zwanzigjährige Tradition in Forschung und Entwicklung von Alternativmethoden prädestinieren die Universität Konstanz als den idealen Standort für das Zentrum CAAT-EU.

Inwiefern wurden oder werden dafür neue räumliche und personelle Kapazitäten geschaffen?

DA: CAAT-EU ist als eine Denkfabrik und Plattform für Kommunikation zwischen Industrie, Wissenschaft, Tierschutzorganisationen und den Gesetzgebern etabliert. Das Zentrum wird von Drittmitteln aus der Industrie und der Doerenkamp-Zbinden Stiftung getragen, auch für die räumliche Einrichtung ist für die Universität keine weitere Planung notwendig gewesen, da das Zentrum in den Räumlichkeiten der beiden Direktoren Prof. Marcel Leist und Prof. Thomas Hartung angesiedelt ist.

CAAT-EU ist entsprechend dem Center an der Bloomberg School aufgebaut: was bedeutet das im Einzelnen?

DA: Das Zentrum „Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT)“ hat ein einzigartiges und erfolgreiches Organisationsmodell, an dem auch die Organisation des CAAT-EU angelehnt ist. Hier werden Experten aus der Wissenschaft, der Industrie, der Gesetzgebung und mehr als 30 Tierschutzorganisationen (darunter der Dachverband EuroGroup for Animals) vernetzt. Somit wird ein direkter Informationsfluss ermöglicht. Die Stärke des Konzepts liegt darin, dass methodische Lücken diskutiert und von Wissenschaftlern identifiziert werden können, die Gesetzgebung an den aktuellen Prozessen und Problemen der Industrie und Wissenschaft beteiligt sind und dass die Tierschutzorganisationen mit der Industrie in den Dialog treten und auch an den Bemühungen der Industrie um Alternativmethoden teilhaben.

Erfolgt die Entwicklung neuer Methoden zum Tierversuchersatz somit gemeinsam mit der Johns Hopkins University?

DA: Beide Zentren arbeiten wissenschaftlich und in Bezug auf die personelle Aufgabenverteilung sehr eng zusammen. Einer der Vorteile, die sich aus dieser transatlantischen Kooperation ergeben, ist sicherlich die Exzellenz der wissenschaftlichen Expertise, da die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch der Experten aus den USA und Europa erwartungsgemäß Synergien ergeben. Weiterhin werden innovative und konzeptionelle Errungenschaften aus den USA und Europa diskutiert und in Form von Tagungen und Workshops beidseits des Atlantiks verbreitet werden.

Inwiefern hat das Kompetenzteam des CAAT-EU einen disziplinübergreifenden Charakter?

DA: CAAT-EU arbeitet stark interdisziplinär und ist eine europaweit agierende Organisation, die sich tatsächlich mit unterschiedlichsten Disziplinen, wie Toxikologie, Impfstoffentwicklung, Überprüfung von Meeresfrüchten und Fischen, Qualtitätsprüfung von Medizinprodukten und pharmakologischen Wirknachweisen beschäftigt. Neben der Forschergruppe um Prof. Marcel Leist sowie Professor Alexander Bürkle, dem Leiter der Molekularen Toxikologie, zählen Professor Daniel Dietrich von der Human- und Umwelttoxikologie wie auch Professor Thomas Hartung, der eine Honorar-Professor für Pharmakologie und Toxikologie hat, zu den Gründungsmitgliedern. Die Kernkompetenzen werden durch ein fachlich sehr breitgefächertes Beratungsgremium ergänzt.

Ein Beitrag von:
Logo Region BioLago
Michael Statnik - 24.05.2010
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Weitere Informationen zum Beitrag:

Prof. Dr. Marcel Leist
Leiter Center for Alternatives to Animal Testing - Europe (CAAT-EU)
Universität Konstanz
Tel.: +49 7531 88-5037
E-Mail: Marcel.Leist(at)uni-konstanz.de

Dr. Mardas Daneshian
Geschäftsführer Center for Alternatives to Animal Testing - Europe (CAAT-EU)
Universität Konstanz
Tel.: +49 (0)7531 / 884685
E-Mail: mardas.daneshian(at)uni-konstanz.de / caat-eu(at)uni-konstanz.de

Seite durchsuchen

Geben Sie ihren Suchbegriff in das erste Suchfeld ein, um mit der Standardsuche zu suchen. Oder Sie nutzen unsere Suche mit Visualisierung, die Ihnen zusätzlich zur Ergebnisliste Ihren Suchbegriff in seinem Begriffsumfeld anzeigt.


Suche mit Visualisierung:

Daten und Fakten

Wählen Sie die Datenbank aus, die Sie durchsuchen möchten und geben Sie einen Suchbegriff ein.



Newsletter

Immer aktuell informiert mit dem BIOPRO-Newsletter.
Nutzen Sie dieses Serviceangebot, um über die Biotechnologiebranche in Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden zu sein.


Glossar

Hier finden Sie Fachbegriffe mit Erläuterungen




http://www.bio-pro.de/standort/5_bioregionen/bioregion_biolago/index.html?lang=de