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03.07.2010

Erbasens: Mit der Kraft aus der Natur

Bevor sie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hat, hat die Biologin Dr. Elke Schulz zunächst Erfahrung in der Pharmaindustrie gesammelt. Nun setzt sie vor allem auf die Kraft der Pflanzen und entwickelt und vertreibt Nahrungsergänzungsmittel und Naturkosmetik. Die besondere Spezialität ihres Unternehmens Erbasens® ist eine Kombination hochwertiger Öle mit pflanzlichen Essenzen. Diese stecken auch in Paramirum®, um die Leistungsfähigkeit des Immunsystems zu sichern und die körpereigene Abwehr zu fördern.

Dr. Elke Schulz mit einem Fläschchen des Paramirum-Präparates in der Hand.
Dr. Elke Schulz hat mit Erbasens ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht (© Keller-Ullrich)

Sie hat in Großbritannien Biologie und Pflanzenbiochemie studiert und dort anschließend in der Pharmaindustrie gearbeitet, bevor sie 2004 nach Konstanz zu Altana (heute Nycomed) kam. Doch Dr. Elke Schulz’ besonderes Interesse galt daneben schon immer den Pflanzen und der Botanik. Im Jahr 2006 hat sie diese Leidenschaft auch zum Beruf und sich mit einem kleinen Unternehmen selbstständig gemacht: Erbasens® entwickelt und vertreibt Nahrungsergänzungsmittel und Naturkosmetika auf pflanzlicher Basis. Der Name des Unternehmens spiele dabei auf „herba“ lateinisch für Kräuter und „Essenz“ an, sagt sie.

Während eines längeren Aufenthalts in den USA ist Dr. Schulz auf eine Vorläuferversion des heutigen Produkts Paramirum® aufmerksam geworden. Befreundete Wissenschaftler hatten sie Anfang der 90er-Jahre entwickelt und dabei auch Erfahrungen aus der Anthroposophie eingebracht.

Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ

Auf die Kombination kommt es an

Diese Kombination verbessert den antioxidativen Status des Körpers und sichert somit die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und fördert die körpereigene Abwehr. Die antioxidative Kapazität der Inhaltsstoffe ist analytisch bestätigt durch eine Untersuchung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mittels TEAC-Test wurde die hydrophile und lipophile antioxidative Kapazität gemessen und die Schutzwirkung des Präparats nachgewiesen. „Nebenwirkungen sind, auch nach einer Anwendung von inzwischen 17 Jahren, keine bekannt,“ sagt die Wissenschaftlerin.

Produziert wird Paramirum® in einem zertifizierten Labor in Deutschland. Die Qualität und Verarbeitung der natürlichen Rohstoffe ist entscheidend, damit diese ihre optimale physiologische Wirkung entfalten, erklärt Dr. Elke Schulz. Besonders wichtig sei die Bioverfügbarkeit der Substanzen. Es komme nicht auf die Menge an, sondern auf die Kombination. „Das ist wie in einem Orchester, das eine Symphonie spielt. Auch das klingt nur fantastisch, wenn das Zusammenspiel optimal ist,“ erklärt sie.

Gute Erfahrungen haben Patienten mit Paramirum® unter anderem therapiebegleitend bei Chemotherapie gemacht. Die genaue Rezeptur behält Dr. Schulz für sich, doch so viel verrät sie: Das neben anderen Inhaltsstoffen enthaltene Sanddornöl schützt die Schleimhäute, die durch Zytostatika geschädigt werden können. Auch gegen Pilzinfektionen, bei Lippenherpes, Parasiten, beginnenden oder akuten Infektionskrankheiten (z.B. im Mundbereich) kann Paramirum® helfen und zudem auf den Magen-Darm-Bereich durch Lösung von Muskelverkrampfungen entspannend wirken. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann das Mittel eine entzündungshemmende Ergänzung zur Standardtherapie bilden, die auch die medikamentenbedingten Nebenwirkungen vermindert.

Durch die pflanzlichen Inhaltsstoffe kann eine Steigerung des Glutathion-Spiegels im Organismus erreicht werden, erklärt Dr. Schulz. Dieser ist einer der wichtigsten Prognosemarker für fast alle Immunerkrankungen. Glutathion ist in jeder Körperzelle vorhanden und unterstützt die Funktionsfähigkeit der Erythrozyten.

Einfluss auf Zellpopulationen im Visier

Eines ihrer wichtigsten Vorhaben für die nächste Zeit sind Tests und Pilotstudien. So will sie gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen die Wirkung von Paramirum® auf isolierte Zellpopulationen, Bakterien-, Pilz- und Virenstämme untersuchen. Agardiffusionstests beziehungsweise Reihenverdünnungstests gegen klinisch relevante Keime und multiresistente Problemisolate sollen durchgeführt werden. Auch die Effekte von Paramirum® auf natürliche Killerzellen und Immunfunktionstests wie NK-Zell-Zytotoxitätstests sollen durchgeführt werden. Außerdem ist geplant, erhöhte Glutathion-Peroxidase zu messen. Da Curcuma außerdem auf natürliche Weise das Entzündungsenzym COX-2 hemmt, müssten Studien klären, ob diese Wirkung ausreicht, um klinisch relevante Ergebnisse zu erzielen und ob Paramirum® eine Alternative zu den synthetischen COX-2-Hemmern darstellen könnte.
Ein Beitrag von:
Logo Region BioLago
mek - 03.07.2010
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Weitere Informationen zum Beitrag:
Dr. Elke Schulz
Erbasens®
Blarerstraße 27
78462 Konstanz
E-Mail: elke.schulz(at)erbasens.com

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