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16 Schülerinnen aus Nordbaden nahmen während der Pfingstferien an einem Feriencamp der PH Karlsruhe teil. Dieses Angebot ist eines von vielen im Rahmen des Programms „Schülerinnen forschen – Einblicke in Naturwissenschaft und Technik“ des Landes Baden-Württemberg und der Bundesagentur für Arbeit. An acht Standorten werden interessierten Schülerinnen in Schülerlaboren und Feriencamps spannende Einblicke in Naturwissenschaft und Technik vermittelt und ein Kontakt zu weiblichen Vorbildern hergestellt.
Trotz strömenden Regens ließen sich die sechzehn jungen Mädchen in Herrenwies mitten im Nordschwarzwald nicht davon abbringen, draußen in der Natur nach Vorbildern für Beispiele aus dem Bereich der Architektur zu suchen. Nachdem frühere Workshops sich mit den Bionik-Themen „Falten und Entfalten“, „Airbag unterm Käferflügel“, „Gecko, Klette & Co.“ oder „Geheimnis der Lotosblume“ befassten, ging es dieses Mal um „Architekturbionik“. Einen ganzen Nachmittag verbrachten die jungen Forscherinnen damit, die gefundenen Objekte unter dem Binokular oder Mikroskop im Detail zu betrachten und abzuzeichnen. „Zeichnen ist dabei ganz wichtig zur Dokumentation“, so Ute Wiegel, Leiterin des Feriencamps. „Zum Zeichnen braucht man Muße. Studenten an der Universität haben in der Regel hierzu gerade mal ein, zwei Stunden Zeit. Die Schülerinnen hier zeichnen deshalb ganz genau, weil sie den ganzen Nachmittag Zeit dazu haben.“
Gleichzeitig sollen die jungen Mädchen auch weibliche Vorbilder aus dem Bereich Naturwissenschaft und Technik kennen lernen und mit ihnen in Kontakt kommen. Zum Thema Architekturbionik hat Ute Wiegel eine erfolgreiche Architektin aus Berlin als Referentin eingeladen. Martina Nadansky ist seit Jahren von den Vorbildern aus der Natur für die Architektur begeistert und möchte dies auch den Schülerinnen vermitteln. So hat sie beispielsweise ein Buch zum Thema „Wie bauen Tiere? Wie bauen Menschen“ als Unterrichtsmaterialien für die Klassen 5 bis 7 veröffentlicht. Nachdem Ute Wiegel den Aufbau eines großen Ameisenhaufens besprochen hat, greift Martina Nadansky sofort die Inhalte auf. „Die Wandstärke des Ameisenhaufens von 40 cm ist genau die Wandstärkendicke, die wir beim Wärmedämmen von Häusern ansetzen. Ihr hättet das Wort Ameisen einfach durch das Wort Menschen ersetzen können.“

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