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Wasser, ein alltägliches Wunder?!

Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung des Netzwerkes „Universität, Gymnasien, Industrie NUGI“ hielt Dr. Gerhard Heywang (Bayer Industry Services, Leverkusen) am 16. Juni 2005 an der Universität Ulm einen spannenden Experimentalvortrag vor Lehrern, Schülern und der interessierten Öffentlichkeit.

Der isländische Geysir Strokkur (Foto: Wikipedia)
Der isländische Geysir Strokkur (Foto: Wikipedia) 
Ohne Wasser als „Lebenselixier“ wäre menschliches Leben auf der Erde nicht denkbar, auch wenn uns seine Verfügbarkeit täglich selbstverständlich zu sein scheint. In einem unterhaltsamen Experimentalvortrag erörterte Dr. Gerhard Heywang verschiedene – teils verblüffende – Phänomene des Wassers. In zwanzig Experimenten, die jeder bis auf wenige Ausnahmen zu Hause oder in der Schule nachmachen kann, wurden verschiedene Eigenschaften des Wassers vorgestellt und erläutert. So erfuhr der Zuhörer beispielsweise, warum es im Meer ungeheuer große Wasserfälle gibt, ein Geysir periodisch spritzt oder man mit Wasser sägen und kleben kann.

Lebewesen bestehen aus unterschiedlich viel Wasser

Zu Beginn des Vortrags wurde ein Überblick über den Wassergehalt in Lebewesen und Nahrungsmitteln gegeben. Dieser deckt ein breites Spektrum ab: der Mensch besteht beispielsweise zu 68 Prozent - also zu fast drei Vierteln – aus Wasser, ein Getreidekorn immerhin noch aus 15 Prozent. Die Hauptmenge des Wassers auf der Erde – nämlich 97 Prozent - ist in Form der salzhaltigen Weltmeere gespeichert; Süßwasser ist also auf der Erde mit nur einem Anteil von drei Prozent vergleichsweise knapp. Dies besitzt insofern Bedeutung als zukünftige Kriege über die „Süßwasserfrage“ initialisiert werden könnten.

Eisberg im Joghurtbecher



Es folgten die Experimente, die Interessierten als Download
zur Verfügung gestellt wurden. Ein erster Versuch wurde zum Thema
„Gefrierpunkt des Wassers“ durchgeführt. Dann erfuhr der Zuhörer, was
mit dem Wasserspiegel passiert, wenn in der Antarktis ein Eisberg
abbricht und schmilzt. Dies kann ganz einfach in einem Becherglas mit
einem Eisstück, das man in einem Joghurtbecher in der Tiefkühltruhe
herstellt, simuliert werden. In diesem Zusammenhang wurde auch der
Kristallverband des Wassers in festem Zustand betrachtet und mit Hilfe
einer Computersimulation sehr anschaulich erläutert. Die Eigenschaft
Verdunstungskälte wurde anhand des morgendlichen Duschbades des
Referenten erklärt, ebenso auch die Tropfenbildung. Für die
Oberflächenspannung dienten Trinkgläser als Demonstrationsobjekte, die
mit Hilfe von Wasser aufeinandergeklebt wurden.

Wasser in seinen drei Aggregatzuständen (Foto: Wikipedia)
Wasser in seinen drei Aggregatzuständen (Foto: Wikipedia) 

Im Salzwasser schwimmt man besser und Chemie braucht H2O

Wassertropfen (Foto: Jonas Bergsten)
Wassertropfen (Foto: Jonas Bergsten) 
Mit einem Phänomen, das jeder kennt, nämlich dass man im Salzwasser besser schwimmen kann, wurde zu einer Reihe von Experimenten zur Löslichkeit von Substanzen in Wasser übergeleitet. Wasser wird aber auch gebraucht, um Chemie zu betreiben. Die Eigenschaft des Wassers, chemische Reaktionen zu ermöglichen, gehört zu den ganz wesentlichen Vorgängen des Lebens. Ausnahmslos alle biochemischen Prozesse, die das Leben ermöglichen (denken, sehen, hören, schmecken, riechen, schlafen, bewegen von Körperteilen und andere) benötigen Wasser als Lösemittel.

Die Beschreibung von weiteren Versuchen, Skripte, Schulbroschüren und Bestellformulare, über die die Chemikalien kostenlos an Schulen geliefert werden finden Sie über folgenden Link http://www.schule.bayer.de



pb - 03.08.2005
22.08.2005

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