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16.07.2010

25 Jahre Testung von Blutspenden auf HIV durch Abbott

Seit Abbott 1985 die erste Zulassung für einen diagnostischen Test zum Nachweis von HIV-Antikörpern im Blut erhalten hatte, wurden mehr als 20 diagnostische HIV-Tests von Abbott entwickelt, um die unterschiedlichsten Bedürfnisse von Patienten weltweit abzudecken. Mit diesen HIV-Tests sind bis heute mehr als zwei Milliarden Blutspenden und Patienten untersucht worden.

Die Verzögerung einer lebensrettenden Operation oder die Angst, eine HIV-positive Blutkonserve zu bekommen, kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Vor 25 Jahren jedoch war es noch eine schwierige Aufgabe, das gefährliche Virus bei Blutspenden mit sehr hoher Sicherheit auszuschließen.

Positive Entwicklung eines globalen Gesundheitsrisikos

Im Zeitraum von 1982 bis 1985 war in Deutschland eine von 100.000 Bluttransfusionen mit HIV infiziert. Dank der innovativen Entwicklung von wichtigen diagnostischen Tests zur Identifizierung von HIV im Blut ist das Risiko heute, 25 Jahre später, minimal und Millionen von Patienten erhalten jedes Jahr sichere Bluttransfusionen.

Am 24. Mai 1985 erhielt Abbott vom Paul-Ehrlich-Institut die Zulassung für einen diagnostischen Test zum Nachweis von HIV-Antikörpern im Blut, der sowohl für die Testung von Blutspenden als auch Patienten verwendet werden konnte. Dies war weltweit der erste verfügbare Test zum Nachweis von HIV, das damals noch als HTLV-III bezeichnet wurde.

Dutzende von Abbott-Wissenschaftlern hatten zuvor neun Monate lang rund um die Uhr an der Entwicklung dieses ersten Tests zur Untersuchung der Virusbelastung von Blutspendern gearbeitet.

Fakten: HIV


AIDS-Viren vor und nach ihrer Sekretion durch die Plasmamembran der infizierten Zelle (© Prof. Dr. Hanswalter Zentgraf, Deutsches Krebsforschungszentrum)

1985 war das Virus noch weitgehend unter der Bezeichnung HTLV-III bekannt. Das International Committee on Taxonomy of Viruses hat den Namen dann in Humanes Immundefizienz-Virus (Menschliches Immunschwäche-Virus - HIV) umbenannt.

Das Robert Koch-Institut schätzt, dass es pro Jahr derzeit etwa 3.000 HIV-Neuinfektionen in Deutschland gibt. Vor der Einführung des HIV-Tests wurde diese Zahl auf 5.000 - 7.000 geschätzt (1981-1985).

2008 schätzte UNAIDS die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen weltweit auf 2,7 Millionen - hauptsächlich in den Subsahara-Gebieten. 50 Prozent der HIV-infizierten Erwachsenen weltweit sind Frauen.

Fakten: Abbott und HIV

Seit 1985 hat Abbott mehr als 20 diagnostische HIV-Tests auf sechs verschiedenen Systemen entwickelt, um die unterschiedlichsten Bedürfnisse von Patienten weltweit abzudecken.

Mehr als zwei Milliarden Blutspenden und Patienten wurden seit 1985 mit den HIV-Tests von Abbott untersucht. Abbott hat seitdem mehr als 14 Millionen HIV-Schnelltests in 69 Ländern kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Abbott-Initiative „Preventing Mother-to-Child Transmission (PMTCT)“ unterstützt erprobte, nachhaltige Programme in ausgewählten Ländern durch die kostenlose Bereitstellung von HIV-Schnelltests.

Der ARCHITECT Ag/Ab HIV Combo-Test von Abbott, ein Kombinationstest, der den gleichzeitigen Nachweis von Antikörpern gegen HIV sowie von HIV-Antigenen ermöglicht, wurde in Europa 2004 zugelassen. ARCHITECT ist ein Markenzeichen von Abbott Laboratories.

Abbott-Wissenschaftler haben zudem zwei führende Therapeutika, sogenannte Protease-Inhibitoren, für die Behandlung von HIV entwickelt. Zum Abbott-Portfolio gehört auch Spezialnahrung für AIDS-Patienten.

Kommentare zum 25. Jahrestag des ersten HIV-Tests

James Curran, M.D., MPH, Dekan und Professor für Epidemiologie der Rollings School of Public Health, Emory University, USA: „Der HIV-Antikörpertest von Abbott war ein entscheidender Meilenstein für die öffentliche Gesundheit, der eine neue Ära des wissenschaftlichen Fortschritts im Kampf gegen AIDS einleitete. Ungezählte Millionen von Leben wurden durch eine verbesserte Feststellung des Virus und die Verhinderung einer Übertragung gerettet. Meiner Ansicht nach war dieser Durchbruch ein historischer medizinischer Meilenstein für die öffentliche Gesundheit. Bevor wir den HIV-Antikörpertest in unseren Labors einsetzen konnten, war Blut nicht sicher.“

Val Bias, CEO der National Hemophilia Foundation, USA: „Als immer mehr Menschen, die an der Bluterkrankheit litten, in den 1980ern starben, standen wir vor der furchtbaren Entscheidung, entweder auf die rettenden Blutprodukte zu verzichten, mit denen wir ein ganz normales Leben führen konnten, oder das Risiko einzugehen, uns und unsere Familien mit einem tödlichen Virus anzustecken. Als der HIV-Test auf den Markt kam, konnten Menschen mit Bluterkrankheit erfahren, ob sie infiziert waren und so Vorsichtsmaßnahmen treffen, um ihre Ehepartner und Kinder zu schützen.“

Brian Blaser, Senior Vice President von Abbott Diagnostics: „Seit der Einführung unseres ersten Diagnostiktests im Jahre 1985 hat Abbott sein starkes Vermächtnis im Bereich der HIV-Diagnostik mit der Entwicklung von sechs weiteren Tests für Blutbanken noch stärker ausgebaut. Der 25. Jahrestag des ersten HIV-Antikörpertests bietet nun die Gelegenheit, die Wissenschaftler weltweit, auch die unsrigen, die zu einem besseren Verständnis von HIV beigetragen haben, zu würdigen. Diagnostische Technologien sind entscheidende Werkzeuge für eine verbesserte Vorsorge und Behandlung, während der Kampf gegen AIDS weitergeht.“

Prof. Dr. Heinz Zeichhardt, Charité Universitätsmedizin Berlin, Benjamin Franklin Campus, Institut für Virologie: „Mit der Ausbreitung der HIV-Epidemie in Deutschland verschärfte sich das Problem der HIV-Übertragung durch Blut und Blutprodukte in der Transfusionsmedizin. Von daher war es Ende 1984 von großer Bedeutung, Testsysteme für einen Nachweis des Erregers zu entwickeln. In Deutschland war hier die Arbeitsgruppe um Prof. Karl-Otto Habermehl am Institut für Klinische und Experimentelle Virologie der Freien Universität (FU) Berlin wegweisend. Weiterhin wurde von hier ausgehend eine anonyme Meldepflicht für HIV-Infektionen eingeführt. Dies war international das erste Meldesystem und lieferte wichtige Daten für die Relevanz der HIV-Infektion in Deutschland.
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