title_organisation_de

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder

Das Biotechnologie und Life Sciences Portal Baden-Württemberg

Logo Bundesland Baden-Württemberg

Beginn Sprachwahl


Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Sie sind hier:

Ende Navigator



Wissenschaft

Lesen Sie hier aktuelle Beiträge aus dem Bereich Wissenschaft. Ältere Beiträge finden Sie rechts im Archiv.



Artikel 1 - 20 von 26


Die AIDS verursachenden HI-Viren werden bevorzugt in aktive Genbereiche der Wirtszelle eingebaut, die sich in unmittelbarer Nähe der Kernporen befinden. Wie ein Forscherteam des Universitätsklinikums Heidelberg nachgewiesen hat, wird dieser Einbau durch Komponenten der Kernporen dirigiert. Diese Befunde sind ein wesentlicher Schritt zum Verständnis der Mechanismen, wie sich HI-Viren im Zustand der Latenz im Zellkern verstecken und für Medikamente nicht angreifbar sind.

Der schleichende Tod von Dopamin-produzierenden Nervenzellen in einem bestimmten Gehirnareal ist die Ursache der Parkinson-Krankheit. In Mäusen lassen sich die Symptome dieser Krankheit mit einer Substanz simulieren, die selektiv Dopamin-produzierende Nervenzellen tötet. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum zeigten an so behandelten Tieren erstmals, dass Zellen der peripheren Immunabwehr aus dem Blut ins Gehirn einwandern und dort maßgeblich zum Nervensterben beitragen. Mit einem Wirkstoff gegen ein Oberflächenmolekül dieser Entzündungszellen konnten die Forscher die Neurodegeneration vermindern.

Die Mikroalge Emiliania huxleyi ist einer der wichtigsten Kalkproduzenten der Weltmeere. Sie bildet mikroskopisch kleine Kalkplättchen. Dieser biogene Calcit unterscheidet sich von fossilem Kalk vor allem durch seine filigrane dreidimensionale Struktur. Ioanna Hariskos und weitere Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) produzieren die biogenen hochkomplexen Kalkpartikel und untersuchen ihre Biomineralisation. Wegen ihrer einzigartigen physiko-chemischen Eigenschaften sind die Mikrokalkplättchen sehr interessant für industrielle Anwendungen.

Wer mit biotechnologischen Fermentationsprozessen Geld verdienen will, sollte sein Substrat mit Bedacht wählen. Denn das "Futter" für Bakterien verschlingt in der Regel zwei Drittel der gesamten Herstellungskosten. Professor Peter Dürre kennt das Problem gut. Der erfahrene Ulmer Biotechnologe verfolgt seit Jahren einen eigenen Weg: Er setzt auf kohlenstoffhaltige Synthesegase als Alternative zu stärke- oder zuckerhaltigen Substraten für zum Beispiel Ethanol-produzierende Bakterien.

Knöllchenbakterien können in Symbiose mit Leguminosen elementaren Stickstoff dank des Enzyms Nitrogenase biologisch verfügbar machen. Wie die Nitrogenase diese energieaufwendige Leistung vollbringt und warum sie manchmal auch andere Stoffe mit erstaunlichem Ergebnis umsetzt, das beschäftigt Prof. Dr. Oliver Einsle vom Institut für Biochemie der Universität Freiburg. Er klärte einen Mechanismus auf, der es dem Enzym erlaubt, giftiges Kohlenmonoxid in Kohlenwasserstoffe umzuwandeln.

Zu viel Stress macht krank - so lautet die weitläufige Meinung. Doch wie genau sich chronische psychische Belastung tatsächlich negativ auf unseren Körper auswirkt, ist noch nicht abschließend geklärt. Dieser Frage widmet sich Dr. Annette Sommershof an der Universität Konstanz. Sie erforscht stressbedingte Veränderungen des Immunsystems und hat dabei Hinweise dafür gefunden, dass eine direkte Schwächung der Immunabwehr für die erhöhte Infektanfälligkeit unter Dauerstress verantwortlich ist.

Der Südwesten erweist sich als erfolgreich bei der Förderung durch den Europäischen Forschungsrat: baden-württtembergische Forscherinnen und Forscher warben in der ersten Ausschreibungsrunde im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 Consolidator Grants in Höhe von 28 Millionen Euro ein.

Die europäische Initiative zur gemeinsamen Programmplanung "Antimicrobial Resistance" (JPIAMR) hat eine zweite transnationale Ausschreibung mit dem Titel "Repurposing of neglected antibiotics and characterizing antibiotics or antibiotic and non-antibiotic combinations to overcome bacterial antibiotic resistance" veröffentlicht. Die Ausschreibung fokussiert die Bekämpfung von antimikrobiellen Resistenzen im Bereich der Human- und Tiergesundheit. Die Einreichungsfrist für Projektskizzen endet am 12. Mai 2015.

Mikrobielle Stoffwechselprodukte können im Kampf gegen gefährliche, auch multiresistente Krankheitserreger eingesetzt werden. Seit Sommer 2014 erforscht die Mikrobiologin Prof. Dr. Heike Brötz-Oesterhelt an der Universität Tübingen die Wirkmechanismen bakterieller Substanzen, um den Weg zu neuen Antibiotika zu ebnen. Interessante Kandidaten sind bereits in Arbeit.

Bei einer Leberschädigung steuert ein Rezeptorprotein der hepatischen Sternzellen, das Endosialin, die Balance zwischen den Prozessen der Regeneration des Lebergewebes und seiner Vernarbung: Wie ein Forscherteam aus Heidelberg und Mannheim nachgewiesen hat, ist Endosialin ein positiver Regulator für die Fibrose-Bildung und ein negativer Regulator für die Zellteilung der Hepatozyten und damit ein aussichtsreiches Zielmolekül für Therapeutika bei nicht-krebsartigen Lebererkrankungen.

Schutzimpfungen, die eine Infektion mit krebsauslösenden Viren verhindern, gibt es bereits. Für manche Krebsarten ist inzwischen auch die Entwicklung von therapeutischen Impfstoffen weit fortgeschritten. Mit diesen kann man nicht nur der Erkrankung vorbeugen, sondern auch frühe Stadien des Krebses behandeln. Auch Antigen-beladene Antikörper, wie sie für Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten entwickelt worden sind, können für die Krebstherapie eingesetzt werden.

Malaria kann mit dem Wirkstoff Atovaquon behandelt werden, der ein bestimmtes Enzym des Malaria-Erregers Plasmodium hemmt. Es treten aber immer häufiger Resistenzen auf. Prof. Dr. Carola Hunte und Dominic Birth vom Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Freiburg führten Strukturanalysen durch und zeigten, wie der Wirkstoff bindet und was auf molekularer Ebene passiert, wenn Plasmodium resistent ist. Sie liefern mit dieser Arbeit den Anstoß für ein strukturbasiertes Wirkstoffdesign, um das Medikament gezielt zu verbessern.

Rund drei Milliarden Basenpaare misst unsere DNA, was einer Länge von etwa zwei Metern entspricht. Damit sie im zehn Mikrometer kleinen Kern einer Säugerzelle Platz findet, muss sie um das 200.000-fache komprimiert sein. Dieser fadenartige Komplex von Erbmaterial und Proteinen heißt Chromatin. Über seine räumliche und zeitliche Anordnung in der Arbeitsphase (Interphase) der Zelle ist aber vergleichsweise wenig bekannt.

Wenn Stammzellen altern, lässt alles nach, ihr Wachstum und ihre Fähigkeit zur Vermehrung. Sie häufen Schäden an, verlieren ihre Regenerationsfähigkeit und bringen schließlich die Gewebehomöostase aus dem Gleichgewicht. Ließe sich ihr Alterungsprozess verlangsamen oder gar umkehren, würden auch Organe besser und länger funktionieren. Im Forschungsverbund SyStaR werden Mechanismen, die der altersabhängigen Verminderung der Stammzellfunktion und der Regeneration zugrunde liegen, systembiologisch erforscht.

Der programmierte Zelltod spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung und den Erhalt höherer Organismen. Seine Regulierung ist sehr komplex. Dr. Miriam Erlacher widmet sich am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg den Apoptose-Mechanismen, die im Verdacht stehen, bestimmte Blutkrankheiten wie das myelodysplastische Syndrom bis hin zur Leukämie auszulösen. Kürzlich erhielt sie für ihre Forschung von der EU einen ERC Starting Grant von 1,5 Millionen für fünf Jahre.

Viele Tumorimpfungen, die derzeit entwickelt werden, sollen das Immunsystem gegen veränderte Proteine der Krebszellen lenken. Jedoch können solche Impfungen nur dann wirken, wenn die Tumorzellen das krebstypisch veränderte Protein passend zurechtgeschnitten dem Immunsystem präsentieren. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg beschreiben nun einen Test, mit dem sie diese Grundvoraussetzung für die Wirksamkeit einer Tumorimpfung vorab überprüfen können.

Durch Impfung soll das Immunsystem in die Lage versetzt werden, Krebs gezielt zu bekämpfen. Dieses seit Langem intensiv erforschte Therapiekonzept zeigt erste Erfolge. Heidelberger Krebsforscher haben einen Impfstoff entwickelt, der eine Immunreaktion gegen ein in Hirntumoren verändertes Protein hervorruft und im Tierversuch erfolgreich das Tumorwachstum stoppt. Der Impfstoff wird jetzt in einer klinischen Phase-I-Studie geprüft.

Das Bakterium Vibrio cholerae ist der Verursacher der gefährlichen Cholera-Erkrankung, an der jährlich bis zu 3,5 Millionen Menschen erkranken. Ein Team aus Wissenschaftlern der Universitäten Freiburg, Hohenheim und Konstanz konnte nun neue Erkenntnisse über die Energiegewinnung des Bakteriums erlangen. Ihnen ist es gelungen, die Struktur und Funktionsweise der zugrundeliegenden Maschinerie aufzuklären. Die Forschungsergebnisse ermöglichen neue Einblicke in die biochemische Energiegewinnung sowie die zukünftige Entwicklung passgenauer Antibiotika gegen V. cholerae und andere pathogene Bakterien.

Mehr als fünfzig Akteure aus der BioRegionUlm trafen sich im Januar 2015 zum Netzwerken beim epigenetischen Forschungsdienstleister varionostic. Das Unternehmen ist Ende 2014 aus der Ulmer Innenstadt in die Ulmer Wissenschaftsstadt, den Science Park II, hochgezogen und nahm dies zum Anlass, sich als Spin-off der Ulmer Universität in seinen neuen Geschäftsräumen vorzustellen.

Kein Ansatz der Krebsbehandlung erzielt derzeit so vielversprechende Ergebnisse wie die Immuntherapie. In Heidelberg wurde dazu vom Deutschen Krebsforschungszentrum gemeinsam mit Bayer HealthCare ein Labor eingerichtet. In diesem sollen neue Wirkstoffe entwickelt werden, die das körpereigene Immunsystem gezielt gegen Tumorzellen aktivieren, damit möglichst schnell neue Immuntherapien für Krebspatienten zur Verfügung stehen.



Artikel 1 - 20 von 26

SUCHEN


DATENBANK

für Unternehmen und Forschungseinrichtungen



NEWSLETTER


GLOSSAR

Hier finden Sie Fachbegriffe mit Erläuterungen




http://www.bio-pro.de/magazin/wissenschaft/index.html?lang=de