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Wissenschaft

Lesen Sie hier aktuelle Beiträge aus dem Bereich Wissenschaft. Ältere Beiträge finden Sie rechts im Archiv.



Artikel 1 - 20 von 76


Ein Herzinfarkt, eine Blutvergiftung, eine Infektion? Jetzt muss es schnell gehen. Im Blut wimmelt es nur so von Proteinen, die einen Hinweis auf solche Erkrankungen geben. Allerdings ist das Blut eine komplexe Flüssigkeit, welche zahlreiche Proteine mit sich trägt. Nicht einfach, hier einen speziellen Marker zu finden. Eine neue Methode erlaubt jetzt die quantitative Diagnostik in einem einzigen Schritt.


Eine Knochenmarkspende kann Leben retten. Denn im Knochenmark sind Blutstammzellen enthalten, die im neuen Wirt zu sämtlichen Blutzelltypen ausreifen können. Doch auch das Immunsystem formiert sich aus den Stammzellen heraus. Nach der Blutstammzelltransplantation können sich die fremden, transplantierten Zellen gegen körpereigene Organe richten. Dies ist der Fall bei der Graft-versus-Host-Erkrankung. Prof. Dr. Robert Zeiser hat am Universitätsklinikum Freiburg einen zellulären Faktor entschlüsselt, der maßgeblich zur Entstehung der Krankheit beiträgt.

Am Stuttgart Research Center Systems Biology (SRCSB) der Universität Stuttgart wird in einem Forschungsverbund daran gearbeitet, die Wirkungsweise von Krebsmedikamenten vorherzusagen. Dabei kombinieren die Wissenschaftler molekularbiologische Experimente mit aufwendigen mathematischen Modellen, um so ein ganzheitliches Verständnis von Erkrankung und Therapie zu erlangen.

In den Genomen hochaggressiver Hirntumoren von Kindern haben Wissenschaftler am EMBL und DKFZ in Heidelberg Krebsgene nachgewiesen, die aktiviert werden, indem sie durch umfangreiche DNA-Umlagerungen in die Nähe ursprünglich weit entfernter Verstärkerelemente gerückt werden. Dieser Aktivierungsmechanismus könnte bei vielen Tumorarten eine Rolle spielen und zur Entwicklung zielgerichteter Medikamente führen.

Ob im Zellinnern oder im molekularbiologischen Labor - ohne DNA-Polymerasen wäre keine DNA-Synthese möglich. Regulation und Anwendung dieser vielseitigen Enzymfamilie sind Gegenstand der Forschung von Prof. Dr. Andreas Marx von der Universität Konstanz. Neben der Grundlagenforschung zu den natürlich vorkommenden Varianten beschäftigt er sich aber auch mit der gezielten Entwicklung neuartiger Polymerasen. Diese können zur Beantwortung biologischer Fragestellungen sowie beispielsweise für die molekulare Krankheitsdiagnostik eingesetzt werden.

Insgesamt 37 Nobelpreisträger und rund 600 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 80 verschiedenen Ländern waren zur 64. Nobelpreisträgertagung angereist. Die Abschlussfahrt zur Mainau bot dem internationalen Publikum der Tagung vielfältige Möglichkeiten, sich über den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg zu informieren. Auch Baden-Württemberg international (bw-i) und die BIOPRO Baden-Württemberg waren mit einem gemeinsamen Stand vor Ort.

Seit Darwin seine revolutionäre Theorie über die Entstehung der Arten formulierte ist in der Evolutionsforschung viel passiert. Dennoch wissen wir noch vergleichsweise wenig über die genaue molekulare Ursache evolutionärer Anpassungsprozesse. Die Biologin Dr. Felicity Jones beschäftigt sich mit ihrer Arbeitsgruppe am Tübinger Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft mit der Frage, wie es durch die Rekombination von Genen und Chromosomen zur evolutionären Anpassung an neue Lebensräume oder gar zur Entstehung neuer Arten kommt.

Bakterien können als Population zusammenarbeiten, um Biofilme zu bilden oder eine Infektion auszulösen, so dass sie besser gegen negative Umweltbedingungen gewappnet sind. Mit welchen Signalmolekülen dieses Populationsverhalten gesteuert wird, untersucht Dr. Thomas Böttcher an der Universität Konstanz. Er identifiziert und charakterisiert Naturstoffe, die beispielsweise die Biofilmbildung oder das Schwarmverhalten von Bakterien verhindern. Diese medizinisch relevante Wirkung macht die Naturstoffe zu einer vielversprechenden Grundlage für neue Medikamente im Kampf gegen bakterielle Infektionen.

Baden-Württemberg hat viele Stärken. Erfindergeist, Kreativität und Tüftelleidenschaft. Neue Ideen und technische Innovationen sind für unser rohstoffarmes Land immens wichtige Ressourcen, denn sie schaffen Arbeitsplätze und sichern unseren Wohlstand. Trotz ihrer großen Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft, erfahren Erfinderinnen und Erfinder aber häufig keine große Anerkennung. Seit 2001 hat Erfindungsreichtum deshalb seinen Preis: Den Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2015.

Mit einer riesigen Langzeitstudie soll für die großen Volkskrankheiten in Deutschland - vor allem Krebs, koronare Herzerkrankungen, Schlaganfall und Diabetes - aufgeklärt werden, welche Risikofaktoren die Entstehung und den Verlauf dieser Krankheiten hervorrufen oder begünstigen. Die Nationale Kohorte soll die Voraussetzungen schaffen, neue und zielgenaue Strategien zur Prävention, Vorhersage und Früherkennung dieser Krankheiten zu entwickeln.

Biotech-Forschung soll die mikrobielle Produktion im Industrie-Maßstab verbessern, sie rentabler und wettbewerbsfähiger machen. Daten aus dem Labormaßstab können jedoch nicht so einfach eins zu eins auf die Großproduktion übertragen werden. Mit neuen systembiologischen Konzepten zur Simulation der Großproduktion soll dies nun besser gelingen.

Epigenetische DNA-Modifikationen spielen bei praktisch allen Krebserkrankungen eine Rolle und sind damit ein vielversprechendes Ziel für deren Früherkennung. An der Universität Konstanz hat nun Dr. Daniel Summerer mit seiner Arbeitsgruppe ein neues Verfahren entwickelt, mit dem solche Modifikationen direkt und zielgenau im Erbgut erkannt werden können. Die Methode stellt einen neuen Ansatz für die epigenetische Analytik sowie einen großen Schritt auf dem Weg zu einfacheren Ansätzen in der Krebsdiagnostik dar.

Was muss geschehen, dass Zellen sich aus ihrem Zellverband lösen und in fremde Gewebe einwandern? Diese Frage stellte sich Prof. Dr. Andreas Hecht mit seinem Team am Institut für Molekulare Medizin und Zellforschung der Universität Freiburg. Er fand Störungen im Signalsystem von Darmkrebszellen, die eine Metastasierung und die Bildung von Tochtertumoren zur Folge hatten.

Die Metagenomik ermöglicht Einblicke in Form und Funktion der heterogenen Gemeinschaften von Mikroorganismen und ihre großen Artenvielfalt, ohne die Notwendigkeit von Isolierung und Kultivierung. Um dieses Potenzial weiter auszubauen, müssen die Methoden eine Reihe von Herausforderungen überwinden, wie vor allem die Standardisierung der Versuchsplanung, Screening und Sequenzierung. Die Einreichungsfrist von Vorschlägen endet am 24. Februar 2015.

Es beginnt mit einem überraschenden Zufallsfund im Labor. Als die Ulmer Chemikerin Claudia Friesen Leukämie-Zellen mit Methadon behandelt, sterben diese in kürzester Zeit. Einige Publikationen und sieben Jahre später wird die vormals exotische Substanz Methadon in einer klinischen Studie an Krebspatienten erprobt.

Das Absterben von Dopamin-produzierenden Nervenzellen ist als Auslöser der Parkinson-Krankheit bekannt, doch ist nicht eindeutig geklärt, wie es zu dieser selektiven Degeneration kommt. Dr. Stefan Schildknecht von der Universität Konstanz entwickelt darum menschliche Zellkultur-Modelle, mit denen bereits die frühen molekularen Vorgänge untersucht werden können, die bei einer Parkinson-Erkrankung ablaufen. Damit können auch neue Ansätze für die Parkinson-Therapie erforscht werden.

Vom 3. bis 5. Juni 2014 präsentierten sich insgesamt 810 Hersteller medizinischer Produkte und Dienstleistungen den rund 6.300 Besuchern auf der MEDTEC Europe in Stuttgart. Auch das Projekt BioFabNet war in diesem Jahr vertreten, um die Schnittstellen zwischen dem 3D-Druck und der Medizintechnik aufzuzeigen. Zu Gast auf dem medizin&technik-Stand des Konradin Verlags informierten Experten über biobasierte Kunststoffe und deren Einsatzmöglichkeiten.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet unter dem Motto „Werkstoffe in Medizin und Pharmazie: Fertigung, Mikrostruktur, Eigenschaften und Anwendung“ eine sechste Nachwuchsakademie im Fachgebiet Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Ziel von Nachwuchsakademien ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Stadium ihrer Karriere auf die eigenständige Durchführung von Forschungsprojekten vorzubereiten und an die Leitung ihres ersten eigenen DFG-Projekts heranzuführen. Bewerbungsschluss ist der 15. August 2014.

Eine der größten Herausforderungen in der Biotechnologie von heute ist die Verarbeitung der enormen und dynamischen Datenmengen. Die synchronisierte Entwicklung von Bioinformatik-Konzepten und der entsprechenden Programme für die Vorhersage und Modellierung ist eine der Voraussetzungen. In diesem Zusammenhang sollen eingereichte Projektvorschläge innovative bioinformatische Ansätze entwickeln, um die Lücke zwischen der Verfügbarkeit von Daten und die Entwicklung neuer biotechnologischer Anwendungen zu schließen. Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen endet am 24. Februar 2015.

Die Juniorprofessorin Nicole Radde und der Ingenieur Patrick Weber vom Institut für Systemtheorie und Regelungstechnik (IST) der Universität Stuttgart beschäftigen sich in ihren Forschungsarbeiten mit simulierten Modellen des Systems „Zelle“: Hierzu kombinieren sie systemtheoretische und mathematische Modellierungs- und Analysemethoden mit experimentellen Techniken der Zell- und Molekularbiologie und können damit Modelle für die Sekretionskontrolle von Proteinen vorstellen, die in Zukunft unter anderem auch die Ausbeute biotechnologischer Produktionslinien steigern könnten.



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