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Wissenschaft

Lesen Sie hier aktuelle Beiträge aus dem Bereich Wissenschaft. Ältere Beiträge finden Sie rechts im Archiv.



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Die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Männern und Frauen in Deutschland ist das kolorektale Karzinom, zu Deutsch Dickdarmkrebs. Eine besonders aggressive Form tritt auf, wenn eine Mutation im Proto-Onkogen BRAF vorliegt. Dr. Ricarda Herr und Dr. Tilman Brummer untersuchen im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 850 am Institut für Molekulare Medizin und Zellforschung der Universität Freiburg, wie dieses mutierte Gen zu Entstehung und Wachstum des Darmtumors beiträgt und decken dabei einen neuen Wirkungsaspekt der bereits klinisch angewandten B-Raf-Inhibitoren auf.

Prof. Dr. Christiane Wobus erforscht mausspezifische Noroviren. Die Virologin will die Interaktion zwischen Viruspartikel und Wirtszelle bei der Kontaktaufnahme aufklären. Mit einem Humboldt-Stipendium kehrt die in den USA lebende Virologin für ein Jahr nach Deutschland an das Interfakultäre Institut für Biochemie in Tübingen zurück. Hier schätzt sie unter anderem die Vorteile der Kooperationskultur in Deutschland. Einer Rückkehr aus den USA steht sie nach Abwägung der Rahmenbedingungen für Forscher in den beiden Ländern inzwischen positiv gegenüber.

Die Häufigkeit von Brust- und Darmkrebs beim Menschen könnte durch Viren erklärt werden, die mit dem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten aufgenommen werden. Das ist die provozierende These des Nobelpreisträgers Harald zur Hausen. Inzwischen haben er und seine Mitarbeiter über epidemiologische Hinweise hinaus auch gewichtige experimentelle Befunde vorgelegt, die diese These erhärten.

Manche Parvoviren wie das H-1PV greifen gezielt menschliche Krebszellen an und zerstören sie; in normalen Zellen dagegen können sie sich nicht vermehren. In einer ersten klinischen Studie wird mit derartigen Viren bereits eine Therapie gegen bösartige Hirntumoren erprobt. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum haben nun die Ursache für die selektive Wirkung von H-1PV entdeckt. Dadurch können jene Tumorpatienten identifiziert werden, die von einer Parvovirus-Therapie profitieren können.

In Deutschland gibt es etwa 140 Neuerkrankungen an Lungenkarzinomen pro Tag, 50.000 Patienten sterben jährlich daran. Der leitende Oberarzt PD. Dr. Gian Kayser möchte am Institut für Klinische Pathologie der Universitätsklinik Freiburg die Entstehung und die Biologie von Lungenkrebs verstehen und so neue Heilungsansätze anregen. Er und sein Team fanden mit dem Protein MTSS1 eine Möglichkeit, die Aggressivität des Plattenepithelkarzinoms einzuschätzen, bevor sich Metastasen bilden.

Pilzinfektionen auf Haut und Schleimhäuten sind beim Menschen weit verbreitet. Dies ist so lange völlig harmlos, wie das Immunsystem intakt ist. Sobald dieses jedoch geschwächt wird, kann es unter Umständen zu einer lebensbedrohenden Sepsis kommen. An der Universitäts-Hautklinik in Tübingen beschäftigt sich Prof. Dr. Martin Schaller schon seit Jahren mit Pilz-Infektionen und fand heraus, dass man diese mit Hilfe gängiger Probiotika sehr wirksam behandeln könnte.

Die Zahl der an Borreliose erkrankten Patienten steigt kontinuierlich an, doch noch immer steht kein zugelassener Impfstoff gegen diese heimtückische Krankheit zur Verfügung. Umso wichtiger ist die schnelle Diagnose des Erregers durch klinische Tests. Die AID Diagnostika GmbH hat darum in Zusammenarbeit mit dem Institut für Laboratoriumsmedizin Blessing in Singen den „Borrelien ImmunoArray“ entwickelt, der eine schnelle und automatisierte Auswertung der Proben zulässt.

Copernicus-Preis 2016 | 07.05.2015
Mit dem Copernicus-Preis zeichnen die DFG und die Stiftung für die polnische Wissenschaft alle zwei Jahre jeweils ein deutsch-polnisches Wissenschaftler-Tandem für herausragende Verdienste in der deutsch-polnischen wissenschaftlichen Kooperation aus. Das Preisgeld von 200.000 Euro geht zu gleichen Teilen an die beiden Ausgezeichneten. Eine Nominierung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Wissenschaftsbereichen ist bis zum 15. Juni 2015 möglich.

Die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Schwerpunktprogramm zum Thema "Ecology and Species Barriers in Emerging Viral Diseases" gegründet. Das Programm wurde für sechs Jahre konzipiert und es wird nun zum zweiten Mal zur Einreichung von Projektanträge aufgerufen. Projektanträge sollten bis spätestens 16. Juni 2015 eingereicht werden.

Im Schüttelkolben startet irgendwann jeder biotechnische Produktionsprozess, ehe er schrittweise hochskaliert und schließlich in kubikmetergroßen Fermentern tonnenweise Plattformchemikalien oder Biotreibstoffe für den Markt liefert. Das theoretische Rüstzeug in Vorlesungen und die praktische Übung im Labor vermittelt Prof. Dr. Sybille Ebert ihren Studierenden an der Hochschule Biberach. Seit Sommer 2013 bekleidet die studierte Chemikerin und Mathematikerin die Stiftungsprofessur Prozesstechnik in der Biotechnologie im Bachelor-Studiengang Industrielle Biotechnologie.

Der menschliche Körper ist eine Fundgrube für bisher unbekannte Wirk- und Hemmstoffe. Nun haben Wissenschaftler um die Ulmer AIDS-Forscher Professor Jan Münch und Dr. Onofrio Zirafi ein körpereigenes Peptid isoliert, das die Infektion mit HIV-1 blockiert, indem es an einen bestimmten Rezeptor auf der Zelloberfläche bindet. Diese Erkenntnis könnte nicht nur die HIV-Therapie verbessern. Eine fehlerhafte Signalgebung über diesen Zellrezeptor ist auch mit Erkrankungen wie Krebs, chronischen Entzündungen oder Asthma assoziiert.

Professor Martin Wabitsch erforscht seit Langem an der Universitätsklinik Ulm die genetischen Ursachen der Fettleibigkeit (Adipositas). Die klinisch folgenreiche Entdeckung einer weiteren Ursache für diese komplexe Krankheit bescherte ihm jüngst einen Artikel im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine. Bei aller Freude über den international gewürdigten Erfolg - in Deutschland verweigern Gesundheitsministerium und Kassen der Krankheit die Anerkennung, anders als Weltgesundheitsorganisation und wissenschaftliche Fachgesellschaften.

Die AIDS verursachenden HI-Viren werden bevorzugt in aktive Genbereiche der Wirtszelle eingebaut, die sich in unmittelbarer Nähe der Kernporen befinden. Wie ein Forscherteam des Universitätsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit Kollegen in Italien nachgewiesen hat, wird dieser Einbau durch Komponenten der Kernporen dirigiert. Diese Befunde sind ein wesentlicher Schritt zum Verständnis der Mechanismen, wie sich HI-Viren im Zustand der Latenz im Zellkern verstecken und für Medikamente nicht angreifbar sind.

Der schleichende Tod von Dopamin-produzierenden Nervenzellen in einem bestimmten Gehirnareal ist die Ursache der Parkinson-Krankheit. In Mäusen lassen sich die Symptome dieser Krankheit mit einer Substanz simulieren, die selektiv Dopamin-produzierende Nervenzellen tötet. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum zeigten an so behandelten Tieren erstmals, dass Zellen der peripheren Immunabwehr aus dem Blut ins Gehirn einwandern und dort maßgeblich zum Nervensterben beitragen. Mit einem Wirkstoff gegen ein Oberflächenmolekül dieser Entzündungszellen konnten die Forscher die Neurodegeneration vermindern.

Die Mikroalge Emiliania huxleyi ist einer der wichtigsten Kalkproduzenten der Weltmeere. Sie bildet mikroskopisch kleine Kalkplättchen. Dieser biogene Calcit unterscheidet sich von fossilem Kalk vor allem durch seine filigrane dreidimensionale Struktur. Ioanna Hariskos und weitere Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) produzieren die biogenen hochkomplexen Kalkpartikel und untersuchen ihre Biomineralisation. Wegen ihrer einzigartigen physiko-chemischen Eigenschaften sind die Mikrokalkplättchen sehr interessant für industrielle Anwendungen.

Wer mit biotechnologischen Fermentationsprozessen Geld verdienen will, sollte sein Substrat mit Bedacht wählen. Denn das "Futter" für Bakterien verschlingt in der Regel zwei Drittel der gesamten Herstellungskosten. Professor Peter Dürre kennt das Problem gut. Der erfahrene Ulmer Biotechnologe verfolgt seit Jahren einen eigenen Weg: Er setzt auf kohlenstoffhaltige Synthesegase als Alternative zu stärke- oder zuckerhaltigen Substraten für zum Beispiel Ethanol-produzierende Bakterien.

Knöllchenbakterien können in Symbiose mit Leguminosen elementaren Stickstoff dank des Enzyms Nitrogenase biologisch verfügbar machen. Wie die Nitrogenase diese energieaufwendige Leistung vollbringt und warum sie manchmal auch andere Stoffe mit erstaunlichem Ergebnis umsetzt, das beschäftigt Prof. Dr. Oliver Einsle vom Institut für Biochemie der Universität Freiburg. Er klärte einen Mechanismus auf, der es dem Enzym erlaubt, giftiges Kohlenmonoxid in Kohlenwasserstoffe umzuwandeln.

Zu viel Stress macht krank - so lautet die weitläufige Meinung. Doch wie genau sich chronische psychische Belastung tatsächlich negativ auf unseren Körper auswirkt, ist noch nicht abschließend geklärt. Dieser Frage widmet sich Dr. Annette Sommershof an der Universität Konstanz. Sie erforscht stressbedingte Veränderungen des Immunsystems und hat dabei Hinweise dafür gefunden, dass eine direkte Schwächung der Immunabwehr für die erhöhte Infektanfälligkeit unter Dauerstress verantwortlich ist.

Der Südwesten erweist sich als erfolgreich bei der Förderung durch den Europäischen Forschungsrat: baden-württtembergische Forscherinnen und Forscher warben in der ersten Ausschreibungsrunde im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 Consolidator Grants in Höhe von 28 Millionen Euro ein.

Mikrobielle Stoffwechselprodukte können im Kampf gegen gefährliche, auch multiresistente Krankheitserreger eingesetzt werden. Seit Sommer 2014 erforscht die Mikrobiologin Prof. Dr. Heike Brötz-Oesterhelt an der Universität Tübingen die Wirkmechanismen bakterieller Substanzen, um den Weg zu neuen Antibiotika zu ebnen. Interessante Kandidaten sind bereits in Arbeit.



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