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Krebszellen zum Leuchten bringen

Kann ein Blick durchs Mikroskop Aufschluss darüber geben, ob vereinzelte Krebszellen im Körper unterwegs sind, die mit den gegenwärtigen Methoden nicht ausfindig zu machen sind. Der Traum von der Früherkennung lebensbedrohender Krankheiten wie zum Beispiel Krebs könnte in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit werden.

Dr. Nicole Marmé vom Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg und Dr. Jens-Peter Knemeyer von der Abteilung Funktionelle Genomanalyse am Deutschen Krebsforschungszentrum wollen mit neuen Methoden gefährliche Krankheiten früher sichtbar machen.

Mit der Vereinigung zweier moderner Schlüsseltechnologien – Chiptechnologie und Einzelmolekülspektroskopie – erhoffen sich die Forscher, Nachweismethoden für bösartige Zellen, gefährliche Viren oder krankhaft veränderte Erbsubstanz im Körper noch empfindlicher zu machen und damit die Heilungsaussichten weiter zu verbessern.

So kommt es nach zunächst erfolgreicher Behandlung von bösartigen Tumoren vor, dass im Körper verbliebene Krebszellen oft erst viele Jahre später an anderer Stelle des Körpers wieder zu Tumoren heranwachsen. Es wäre daher denkbar, diese vagabundierender Zellen durch hochempfindliche Verfahren im Körper frühzeitiger zu entdecken, und damit einer Ausbreitung im Körper rechtzeitig gegensteuern zu können.

"Wir möchten moderne einzelmolekülspektroskopische Methoden mit der konventionellen Chiptechnologie verbinden, die in Medizin und Biologie schon lange Einzug gehalten hat," sagt der Chemiker Dr. Jens-Peter Knemeyer von der Abteilung Funktionelle Genomanalyse am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, der ein Symposium zu diesem Thema zusammen mit Dr. Nicole Marmé, Chemikerin am Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg, organisiert hat.

Sollte die Kombination beider Verfahren gelingen, wäre das nach Einschätzung der beiden Nachwuchswissenschaftler ein Quantensprung in dem Bestreben, noch empfindlichere Nachweismethoden zu entwickeln, um Krebs, Aids und andere schwere Erkrankungen frühzeitig erkennen und entsprechend behandeln zu können.

Mit Fluoreszenz durch die Zelle

Mit der Fluoreszenz-Einzelmolekültechnik können nicht nur einzelne Krebszellen im Blut anhand ihrer Marker nachgewiesen werde, sondern auch der Infektionsweg eines farbstoffmarkierten HI-Virus durch eine Zelle verfolgt oder Erreger identifiziert werden, die nicht mehr auf ein Antibiotikum ansprechen. Oft führen schon kleinste Veränderungen im Erbgut der Bakterien zu Resistenzen gegen die verabreichten Antibiotika. Je frühzeitiger der Nachweis einer solchen Resistenz gelingt, desto schneller kann ein anderes Medikament verabreicht werden.

Den Heidelberger Forschern um Dr. Knemeyer und Dr. Marmé ist es gelungen, eine dieser Mutationen nachzuweisen. Was die Einzelmolekülspektroskopie allerdings bisher nicht kann: eine Untersuchung auf mehrere tausend Moleküle parallel durchführen. Eine ideale Methode hierfür ist die Chiptechnologie: Damit ist es möglich, eine Blutprobe auf 100.000 unterschiedliche Moleküle zu untersuchen. Würde man die beiden Schlüsseltechniken kombinieren, so spekulieren die Forscher, könnten noch früher als bisher Veränderungen auf molekularer Ebene nachgewiesen werden.

Quelle: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg - 01.12.06




Weitere Informationen:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel.: 06221 542310,
Fax: 542317
E-Mail: michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Irene Thewalt
Tel.: 06221 542311,
Fax: 542317
E-Mail: presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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18.12.2006

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