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20.02.2012

Trenzyme nutzt neue Software-Plattform im Laboralltag

Die tagtägliche Arbeit von Life-Science-Firmen erfordert in nahezu allen Unternehmensprozessen eine ausführliche Dokumentation. Daher sind IT-Lösungen wie Laboratory Information Management Systeme und elektronische Laborbücher aus heutiger Sicht zwar nicht mehr wegzudenken, dennoch gibt es aufgrund der sich kontinuierlich verändernden Arbeitswelt stets Verbesserungsbedarf. Das Konstanzer Biotech-Unternehmen Trenzyme GmbH hat kürzlich eine neue Software-Plattform im Arbeitsalltag implementiert, die es erlaubt, automatisch Projektberichte zu erstellen, einen besseren Überblick über Substanzverwaltung zu erlangen und gar auf handgeschriebene Laborbücher zu verzichten. Eine Innovation, die schon bald vermehrt Einzug in die Branche halten könnte.

Auf dem Bild sind Dr. Glanemann und eine Kollegin im Labor zu sehen.
Die neue Software erleichtert den Laboralltag bei Trenzyme ungemein (© Trenzyme)

Die meisten der heute vorhandenen, mittlerweile unverzichtbar gewordenen informationstechnologischen Werkzeuge, die in Life-Science-Unternehmen eingesetzt werden, verfügen nicht über die geforderten Eigenschaften oder decken diese nur teilweise ab. Dies bremst viele Prozessabläufe im Tagesgeschäft. So auch bei der Konstanzer Trenzyme GmbH. „Zuvor wurden Daten bei uns als Excel-, Word-, Powerpoint- und Bilddateien abgelegt, über die Windows-Dateiverwaltung organisiert und Projekten zugeordnet“, erklärt Dr. Christoph Glanemann von der Trenzyme GmbH. Daher mangelte es zum Beispiel an Übersicht und Transparenz für alle Mitarbeiter, da keine zentrale Speicherung aller Labordaten möglich war.

Irgendwann fühlte sich das Unternehmen gezwungen zu handeln und implementierte mit Limsophy RALIMS eine neue Technologie, die elektronische Laborbücher (ELN) und das Laboratory Information Management System (LIMS) ineinander vereint und somit den Weg zu einem reibungsloseren Laboralltag ermöglicht. „Uns wurde zum Beispiel in der Substanzverwaltung ein Stammbaum als Darstellungsmethode fest eingebaut“, berichtet Glanemann. „So können wir nun die Geschichte von Substanzen, wie Plasmiden, Bakterienstämmen oder Zelllinien schneller lückenlos nachvollziehen“, fügt er hinzu.

Mehr Transparenz für Projektabläufe

Zudem ist es durch das neue System, das von der AAC Infotray entwickelt worden ist, nun möglich, „halb“-automatische Projektberichte zu erstellen. Während es früher notwendig war, Daten manuell aus unterschiedlichen Dateiordnern zusammenzutragen und in einem Worddokument darzustellen, erscheinen nun im Bericht automatisch relevante Daten und einige feste Textbausteine. Zusätzliche Kommentare können manuell vom Benutzer eingefügt werden.

„Über ein Modul des Systems werden von den Labormitarbeitern die experimentellen Daten zu einem Projekt erfasst“, berichtet Oliver Gruber, Marketing & Sales Manager des IT-Unternehmens. Dies hat einerseits einen hohen Grad an Flexibilität, unterliegt andererseits aber auch einem definierten Vokabular. „Alle Labordaten werden bei uns nun zentral gespeichert und können dezentral erfasst werden“, so Christoph Glanemann. Ein Beispiel für den daraus resultierenden Nutzen wäre im Projektmanagement zu finden. So hat der Projektleiter jetzt zentralen Zugriff auf alle seine Kundenaufträge und kann die Projektplanung und -durchführung mit nur einem einzigen Software-Tool steuern. „Dabei haben die Projektmitarbeiter nicht nur Einsicht auf die durchzuführenden und zu dokumentierenden Experimente, sondern erfassen auch gleichzeitig die dafür benötigte Zeit“, erklärt Dr. Glanemann. Jedem Berechtigten, nicht nur dem Projektleiter, steht es zum Beispiel frei, sich über Stand und verbrauchtes Budget eines Projekts zu informieren.

Bild zeigt einen Screenshot der Limsophy Ralims Software
Screenshot der Limsophy RALIMS-Software (© Trenzyme)

Handschriftliche Laborbücher bald Vergangenheit?

Ein zusätzlicher Vorteil des Limsophy RALIMS ist die große Zeitersparnis beim Schreiben von Laborberichten: Zum Beispiel werden alle verwendeten Substanzen und Methoden automatisch aufgelistet und müssen nicht mehr aus einzelnen Laborbüchern zusammengesucht werden. „Uns war es wichtig, die klassischen handschriftlich geführten Laborbücher durch eine computergestützte Lösung zu ersetzen. Erstere haben zwar den Vorteil, dass man handschriftliche Änderungen zu respektiven Notizen machen kann, verleiten aber auch dazu, definierte Prozesse zu umgehen“, erläutert Oliver Gruber von der AAC Infotray AG. „Darüber hinaus ist nicht jede Handschrift leserlich und auch die Art der Dokumentation ist zu sehr abhängig vom Versuchsleiter. Außerdem ist die Experimentdokumentation eines einzelnen Projekts meist über verschiedene Laborbücher in verschiedenen Abteilungen verteilt, was in Zusammensuchen von entsprechenden Aufzeichnungen ausarten würde“, fügt Glanemann hinzu. Bei der Darstellungsweise der vernetzten Daten aus Labor, Projektverwaltung und Administration genießt die Biotech-Firma nun mehr Freiheit. Je nach Bedarf kann sich der Mitarbeiter nun die dokumentierten Ergebnisse in Textform, als Tabelle oder Grafik anzeigen lassen.

Hoher Implementierungsaufwand zahlt sich aus

Die Einbindung der neuen Technologie bei der Trenzyme GmbH war mit viel Ressourcenaufwand verbunden. „Während des ersten Vierteljahres habe ich im Unternehmen meine komplette Zeit der Implementierung gewidmet. Dieser Aufwand hat sich nun aber drastisch reduziert und liegt nur noch bei etwa 10 bis 20 Prozent meiner Arbeitszeit“, fügt Dr. Christoph Glanemann hinzu. Branchenkollegen empfiehlt er vor allem schrittweise zu agieren. „Um Schwierigkeiten zu vermeiden, haben wir den Prozess in viele kleine Schritte unterteilt, so dass nach und nach verschiedene voneinander unabhängige Prozesse umgeleitet werden konnten.

„Dadurch, dass wir mit kleinen Teilen anfingen, wie zum Beispiel die Substanzverwaltung zu integrieren, erlangten unsere Mitarbeiter schnell die ersten praktischen Schritte im Umgang mit der neuen Software“, sagt Glanemann. Diese Erfahrungen ließen sich dann auf weitere Module übertragen. "Wir bemerken aber schon nach sehr kurzer Zeit, dass die hoch strukturierte und lückenlose Dokumentation uns auf alle Fälle bei der täglichen Routine signifikant entlastet und die Einhaltung höchster Qualitätsstandards, so wie es unser Qualitätsmanagementsystem verlangt, gewährleistet."

Ein Beitrag von:
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Philipp Sowa - 20.02.2012
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Weitere Informationen:
Dr. Christoph Glanemann
Project Manager
Trenzyme GmbH
Byk-Gulden-Str. 2
78467 Konstanz
Tel.: 07531/ 122 90 - 24
Fax: 07531/ 122 90 - 11
E-Mail: christoph.glanemann(at)trenzyme.com

Oliver Gruber
AAC Infotray
E-Mail: ogruber(at)infotray.com

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