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31.08.2011

Insilico arbeitet an Ersatzverfahren für Tierversuche

Insilico Biotechnology ist Partner in mehreren Forschungsprojekten der EU, mit denen tierversuchsfreie Testverfahren für kosmetische Substanzen entwickelt werden. Computerbasierte Modelle und Simulationen unterstützen und ergänzen die Entwicklung von Zell- und Gewebekulturen, mit denen auch Langzeit-Anwendungen zuverlässig getestet werden können.


Die Zukunft gehört den tierversuchfreien Methoden.  (© Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Es ist eine Mammutaufgabe, die mit immensem finanziellen Einsatz angegangen wird: Die Europäische Kosmetikindustrie und die Europäische Kommission investieren gemeinsam rund 50 Millionen Euro, um alternative Testmethoden für Tierversuche zu finden. Die Zeit drängt, da in der EU ab 2013 ein Vermarktungsverbot für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe gilt, sofern sie mithilfe von Tierversuchen entwickelt wurden. Die Initiative umfasst sechs Forschungsprojekte, eines davon ist das rund zehn Millionen Euro schwere Projekt NOTOX, ein weiteres das knapp sieben Millionen Euro umfassende Projekt COSMOs. An beiden ist Insilico Biotechnology beteiligt. Insgesamt fließen dem Unternehmen dafür in den nächsten fünf Jahren rund eine Million Euro Fördergelder zu.

Generell geht es um die Entwicklung von In-vitro/In-silico-Modellen, mit denen die Verträglichkeit von kosmetischen Substanzen in Zukunft auch ohne Tierversuche getestet werden soll. Zwar gibt es bereits seit einiger Zeit Methoden, die auf Zell- und Gewebekulturtests basieren, doch vor allem im Bereich der Langzeit-Testung mit wiederholten Substanzgaben ist es bisher noch nicht möglich, komplett auf Tierversuche zu verzichten. Insilico Biotechnology hilft dabei mit, die Lücke von »in vitro« nach »in silico« zu schließen. »Unsere umfassenden Simulationen, die in diesem Fall hauptsächlich dem Stoffwechsel von Leberzellen gelten, sollen Tierversuche in der Langzeittestung ersetzen, langfristig können sie auch die Laborarbeit mit Zell- und Gewebekulturen reduzieren«, sagt Insilico-Vorstand Klaus Mauch.

Im Rahmen von NOTOX wird das Unternehmen auf seiner systembiologischen Plattform ein neues Computermodell des Säugetier-Stoffwechsels inklusive dessen Signal- und Regulationsmechanismen entwickeln. Es wird darauf optimiert, über mehrere Größenordnungen hinweg von der Molekül- bis zur Gewebeebene dosisabhängige Substanzeffekte zu simulieren. Dafür benutzt Insilico Biotechnology in Kooperation mit dem Stuttgarter Höchstleistungsrechenzentrum HLRS innovative Methoden des High-Performance-Grid-Computing. Parallel werden auf der experimentellen Projekt-Plattform Leberzell- und Gewebekulturen entwickelt und auf ihre Eignung für Toxizitätsanalysen untersucht. Die Labor- und Computermethoden werden zusammengeführt, um ein sicheres, einfach handhabbares Testverfahren zu entwickeln, das Tierversuche überflüssig macht.

Das Modellierungs- und Simulations-Know-how von Insilico Biotechnology fließt außerdem in das COSMOS-Projekt ein. Hier liegt der Schwerpunkt darauf, die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse sowohl aus Tierversuchen als auch aus neuen Alternativmethoden in die Entwicklung einer neuen Software einzubringen. Sie soll computerbasierte Vorhersagen zur Sicherheit kosmetischer Substanzen bei Langzeitanwendung ermöglichen. An dem Projekt sind neben europäischen Partnern auch staatliche Einrichtungen der USA beteiligt. Unter anderem steuert die Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) Daten bei, damit eine umfassende Toxizitäts-Datenbank aufgebaut werden kann.

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insilico Biotechnology (04.08.2011) - 31.08.2011

Weitere Informationen:
Insilico Biotechnology AG
Dr. Heike Lehmann | Public Relations
Tel.: +49 711 460 594-18
Fax: +49 711 460 594-10
E-Mail: heike.lehmann@insilico-biotechnology.com



http://www.bio-pro.de/magazin/thema/05144/index.html?lang=de