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Heidelberg Pharma - Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen AIDS

Im Dezember 2005 hat Heidelberg Pharma GmbH den klinischen Teil einer Phase-I-Studie an HIV-Patienten begonnen, in der Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik des HIV-1-Inhibitors Fosalvudine geprüft werden. Diese Untersuchungen werden Informationen liefern, die entscheidend für die Vorbereitung und Durchführung der geplanten Phase-II-Studie sind.

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Heidelberg Pharma GmbH, ein selbstständiges Unternehmen mit Sitz in Ladenburg, das mit eigenen Technologien Wirkstoffe gegen Krebs und HIV zu Medikamenten mit verbesserten Eigenschaften entwickelt, hat heute drei Projekte in der eigenen klinischen Entwicklung.
Bei der Auswahl und Entwicklung von antiviralen Wirkstoffen konzentriert sich Heidelberg Pharma vornehmlich auf Inhibitoren des Humanen Immunodefizienz Virus (HIV), das die Immunschwäche AIDS verursacht. Weltweit sind mehr als 40 Millionen Personen infiziert, davon etwa 720.000 in West- und Mitteleuropa. HIV-Patienten werden üblicherweise mit einer Kombination von drei Medikamenten behandelt, die täglich eingenommen werden. Obwohl es bereits eine Vielzahl zugelassener Medikamente gibt, die das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern und zu einer Abnahme der Sterblichkeit und einer Verbesserung der Lebensqualität der Patienten geführt haben, besteht weiter Bedarf an verbesserten Wirkstoffen. Benötigt werden insbesondere Verbesserungen bei der Verträglichkeit der Medikamente und bei der Wirkung gegen Viren, die bereits gegen verwendete Medikamente resistent sind. Auch besteht dringender Bedarf, die Anzahl der Tabletten, die eingenommen werden müssen, zu verringern.

Ein neuer Wirkstoff nach dem „Enhanced Pro-Drug“-Prinzip

Fosalvudine (HDP 99.0003) ist ein nukleosidischer Inhibitor des HIV-Enzyms Reverse Transkriptase (RT), der hervorragende Chancen hat, alle diese Anforderungen zu erfüllen. Fosalvudine besteht aus der Aktivierungs-Zwischenstufe des bereits klinisch erprobten und wirksamen Inhibitors Fluorothymidin, die an ein Trägermolekül gekoppelt vorliegt. Erst nach enzymatischer Spaltung im Gewebe wird der aktive Teil des Moleküls freigesetzt und verhindert dort die Vermehrung des Virus. Durch diesen von Heidelberg Pharma als "Enhanced Pro-Drug" bezeichneten Mechanismus wird auf der einen Seite die Potenz des Wirkstoffes und dessen Wirkung gegen behandlungsresistente Viren bewahrt. Auf der anderen Seite werden aber toxische Wirkungen des Fluorothymidins zum Beispiel im Knochenmark, die einer Weiterentwicklung im Wege stehen, bei Fosalvudine durch veränderte Gewebeverteilung begrenzt und reduziert.
Plasma-Pharmakokinetik: Enhanced Pro-Drug versus Parent Compound
Plasma-Pharmakokinetik: Enhanced Pro-Drug versus Parent Compound 
Nach Einschätzung von Prof. P. Cahn, dem designierten Präsidenten der Internationalen AIDS Gesellschaft, Direktor der Fundación Huesped in Argentinien und klinischem Leiter der Fosalvudine Phase I Studie in Buenos Aires, ist dies "ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Wirkstoffes, der uns möglicherweise erlauben wird, einen neuartigen und hochaktiven Inhibitor in einer gut verträglichen Form zu verabreichen."
EJ - 30.01.06
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Weitere Informationen zum Beitrag:
Dr. Frank U. Reuss
Projektleiter Virologie, Abt.-Leiter Projektmanagement
Heidelberg Pharma GmbH
Schriesheimer Str. 101
68526 Ladenburg
Tel.: 06203-1009 0
Fax: 06203-1009 19
E-Mail: info@heidelberg-pharma.com

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29.01.2006



http://www.bio-pro.de/magazin/thema/00171/index.html?lang=de