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27.09.2010

Harald Langer verknüpft Kardiologie mit Immunologie

Die VolkswagenStiftung finanziert die nächsten maximal acht Jahre eine „Lichtenberg-Professur“ an der Universität Tübingen. Der Kardiologe Dr. Harald Langer erforscht mit molekular- und zellbiologischen Methoden, wie das Immunsystem die Entstehung von Arteriosklerose beeinflusst. Das soll die Basis für neuartige therapeutische Ansätze liefern.


Neue Lichtenberg-Professur geht an den Tübinger Kardiologen Dr. Harald Langer (© private)

Attraktive Förderprogramme tragen ihren Teil dazu bei, dass immer mehr hervorragende deutsche Wissenschaftler aus den USA zurückkehren. Eines dieser Programme ist die „Lichtenberg-Professur“ der VolkswagenStiftung. Die VolkswagenStiftung gab Mitte August 2010 bekannt, dass eine von vier neuen Lichtenberg-Professuren in den Life Sciences Deutschland an den Tübinger Kardiologen Dr. Harald Langer geht. Seit 2003 finanziert die Stiftung unter diesem Label bis zu zehn neue Professuren pro Jahr an deutschen Hochschulen. Der Förderzeitraum beträgt maximal acht Jahre, wobei die jeweilige Hochschule von vornherein garantieren muss, die Professur im Fall einer erfolgreichen Evaluation weiter zu finanzieren. Die Zusage der Universität Tübingen hatte Dr. Harald Langer bereits in der Tasche, als er sich von der Ostküste der USA aus bewarb. Langer forschte seit 2007 am renommierten National Cancer Institute des National Institute of Health (NIH) in Bethesda, USA.

„Pole Position“ für Rückkehrer aus den USA

Hier arbeitet Langer als Assistenzarzt im Herzkatheter-Labor der Tübinger Uni-Klinik. Er rechnet damit, dass er die Lichtenberg-Professur Anfang 2011 antreten kann und will dann die Verknüpfung von Kardiologie und Immunologie mit seiner Forschung weiter vorantreiben. Sein Fokus liegt auf dem Einfluss dendritischer Zellen bei der Entstehung von Arteriosklerose.

Jung, innovativ, interdisziplinär - kurz: zukunftsträchtig

Langer betrachtet es durchaus als ein Privileg, sich im Alter von 33 Jahren bereits auf einer Professur beweisen zu können. „Ich bin ja noch relativ jung und habe nun die Möglichkeit, mich sowohl in der Klinik als auch in der Forschung weiterzuentwickeln. Und das mit einem sehr innovativen Projekt, das aktuell viel diskutiert wird“, setzt Langer hinzu. Auch in die Lehre wird er sich einbringen. Seminare zur vaskulären Biologie sind bereits in Planung, sie sollen sowohl für Biologen als auch für Mediziner angeboten werden. Hinzu kommen zwei Semester-Wochenstunden Vorlesungen – ein überschaubares Pensum aufgrund der Stiftungsprofessur.

Die Fördermittel umfassen Langers eigenes Gehalt sowie das für einen Postdoc, einen Doktoranden und eine MTA. Hinzu kommt pro Jahr eine gewisse Summe für Sachmittel, die ebenfalls von der Stiftung getragen wird. Die Räume für das neue Team stellt die Universität Tübingen zur Verfügung, sie trägt auch die Kosten dafür und für die Logistik. Die beiden Institutionen teilen sich auch die Aufgabe der Evaluation: Nach vier, spätestens fünf Jahren muss sich Langer einer gemeinsamen Bewertung durch die Stiftung und die Universität stellen.

Lichtenberg-Professuren
Seit 2003 fördert die VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer „Lichtenberg-Professuren“ bis zu zehn neue Professuren pro Jahr an deutschen Hochschulen. Das Programm steht in- und ausländischen Nachwuchswissenschaftlern offen. Sie sollten nach ihrer Promotion bereits Erfahrung in der Forschung gesammelt haben und ein innovatives, interdisziplinäres Thema bearbeiten. Bewerbungsschluss ist der 1. November jeden Jahres. Die VolkswagenStiftung hat die „Lichtenberg-Professuren“ nach dem Göttinger Gelehrten Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799) benannt, der die erste deutsche Professur für Experimentalphysik innehatte.

Ein Beitrag von:
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leh - 05.09.10 - 27.09.2010
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Weitere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Medizinische Klinik und Poliklinik Tübingen
Abteilung Innere Medizin III
Kardiologie und Kreislauferkrankungen
Dr. Harald Langer
Otfried-Müller-Str. 10
72076 Tübingen
Tel.: 07071 29-82712
E-Mail: harald.langer(at)med.uni-tuebingen.de



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