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Technologiestiftung BioMed Freiburg - ein starker Partner der Life Sciences

Schon Anfang der 90er-Jahre erkannten kluge Köpfe, dass in Freiburg ein zentrales Netzwerk fehlte, in dem das große Potenzial der Region in Biotechnologie und Life Sciences zusammengeführt werden konnte. Die Universität, das Max-Planck-Institut für Immunologie und das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik lieferten hochkarätige Forschungsergebnisse. Die ersten Biotechnologie-Unternehmen hatten sich angesiedelt, und es gab – auch durch den trinationalen Studiengang Biotechnologie - eine sehr große Zahl qualifizierter Arbeitskräfte. Geboten war also enorm viel, nur genutzt wurde dieses Kapital nicht ausreichend. Folgerichtig gründete man die Technologiestiftung BioMed Freiburg. Sie sollte die angewandte Forschung weiter fördern und mithelfen, deren Ergebnisse zur wirtschaftlichen Anwendung zu bringen.

Porträt von Dr. Bernd Dallmann
Dr. Bernd Dallmann (© FWTM)
Bereits 1994 setzten sich in Freiburg Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter und Politiker zusammen und berieten, was zu tun sei. Mit dabei war damals noch Nobelpreisträger Georges Köhler. Das Ergebnis des Strategiegesprächs war eindeutig: Der Region fehlte ein zentrales Netzwerk, das die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die wirtschaftliche Anwendung förderte. Es mangelte an einer Koordinierungsstelle, die beispielsweise eine Einrichtung wie den heutigen BioTechPark Freiburg tragen konnte. Denn die Notwendigkeit, Existenzgründungen zu fördern und dafür preiswerte Räume mit guter Adresse anzubieten, wurde ebenfalls früh erkannt. „Der Wert dieser Idee hatte sich im Kleinen zuvor schon im Technologiezentrum Freiburg (TZF) bewiesen“, erklärt Dr. Bernd Dallmann, Vorsitzender der Technologiestiftung BioMed.

Das TFZ bot schon seit Mitte der 80er-Jahre Existenzgründern aus den verschiedensten Bereichen preiswerte, kleine Gewerbeeinheiten an, ohne dass sich diese auf langfristige Mietverträge einlassen mussten. „Das TZF gibt es heute noch, und das Konzept dahinter war uns auch Vorbild für den BioTechPark, den wir 1998 eröffnet haben“, erklärt Dallmann.

Gründern das Leben leichter machen - Hilfe, Beratung, Konzepte

Der Name änderte sich in Technologiestiftung BioMed Freiburg. Die Aufgaben aber sind gleich geblieben. Die Stiftung berät Existenzgründer und Unternehmen aus dem Bereich der Lebenswissenschaften. Sie unterstützt Firmen bei der Konzeptfindung und hilft bei der Finanzierung. Sie steht Gründern bei im Umgang mit Behörden und sie betreute Projektskizzen im Wettbewerb „BioChancePlus“. Mit diesem Förderprogramm unterstützte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) risikoreiche Entwicklungen von jungen Biotechnologie-Unternehmen.
Die Karte zeigt die Logos der Mitglieder der Deutschen BioValley Plattform.
Mitglieder der Deutschen BioValley Plattform. (© BioValley Plattform Deutschland)
Das Marketing des Life-Sciences-Standortes Freiburg zählt ebenfalls zu den Aufgaben der Stiftung. Sie präsentiert das Potenzial der Region bei Messen, wie der BIO in den USA oder der BIOTECHNICA in Hannover, sowie bei Veranstaltungen und über Pressearbeit. Außerdem koordinierte die Stiftung die Teilnahme an den bundesweiten „BioRegio“- und „Bioprofile“-Wettbewerben, bei denen das Netzwerk sehr erfolgreich abschnitt. „80 Forschungsabteilungen, 50 Unternehmen und 16 Finanzdienstleister unterstützen den interdisziplinären Ansatz für die Bewerbung des BioProfils Freiburg“, erinnert sich Dr. Thea Siegenführ, Stellv. Vorstand der Technologiestiftung BioMed Freiburg. Zudem berät BioMed die Politik und koordinniert seit 2006 die Deutsche BioValley Plattform, die zehn Institutionen umfasst.

BioTechPark – eine gute Adresse, die den Start einfacher macht

Eine wichtige Aufgabe der Technologiestiftung neben der Netzwerkarbeit und den Koordinierungsaufgaben für die Region ist das Management des BioTechParks Freiburg. Hier finden Firmen und Gründer mit innovativen Ideen aus dem Gebiet der Biotechnologie und der Life Sciences preiswerte Räume, die entsprechend ihrer spezifischen Bedürfnisse ausgebaut wurden und unbefristet gemietet werden können. „Wir bieten eine gute Adresse, wo man sich mit Gleichgesinnten sehr gut austauschen kann“, betont Dallmann. Nach der Eröffnung im Jahr 1998 konnte 2001 das zweite Gebäude bezogen werden. Und trotz der Krise, der die Biotechnologie zwischenzeitlich ausgesetzt war, konnte der BioTechPark 24 Unternehmen den Start erleichtern. Acht von ihnen sind als Ausgründungen aus den wissenschaftlichen Einrichtungen hervorgegangen. Ohne das große Engagement der Stiftung gäbe es diesen Erfolg aber wohl kaum. „Denn der BioTechPark füllt sich nicht von selbst. Dafür müssen wir etwas tun. Dennoch, das Konzept ist wirtschaftlich aufgegangen“, erklärt Dallmann.
Der BioTechPark Freiburg (Foto: FWTM)
Der BioTechPark Freiburg  (© FWTM)
Auch der Netzwerkgedanke funktioniert, der mit ein Anlass für die Gründung der Stiftung war. Das wissenschaftliche Know-how, das in der Stadt zu finden ist, und die vielen gut ausgebildeten Arbeitskräfte machen den Standort attraktiv für viele Firmen. Die Nähe zu Basel lockt manchen. Auch Universität und Forschungsinstitute profitieren von den Kontakten mit den Unternehmen. „Die Infrastruktur ist hervorragend. Man muss sie vernetzen und nutzen. Genau das tut die Technologiestiftung erfolgreich“, bekräftigt ihr Vorsitzender.

Neue Ziele für eine erfolgreiche Zukunft

In Zukunft warten auf die Technologiestiftung BioMed Freiburg weitere neue Aufgaben. Die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Unternehmen soll, so Dallmann, noch weiter verbessert werden. Besonders kleinere Firmen hat er im Visier. Sie sollen die Scheu vor Hochschulen und Forschungsinstituten verlieren. „Gerade auch Betriebe, die zehn oder zwanzig Leute beschäftigen, können einen Nutzen von der Universität vor Ort haben. Man muss ihnen nur helfen, die richtigen Fragen zu stellen“, sagt Dallmann. Dafür soll ein „Technologietransferladen“ entstehen, in dem das ganze technologisch-wissenschaftliche Angebot der Region präsentiert wird. Hier sollen Wissenschaft verständlich gemacht und Hemmschwellen abgebaut werden. Dallmann erhofft sich durch eine verbesserte Kommunikation mehr neue Patente aus der Region. Eine weitere Herausforderung der Stiftung sieht ihr Vorsitzender im Ausbau des BioValley. Die deutsche Plattform wird ohnehin von der Stiftung koordiniert, nun soll sie als Motor darauf hinwirken, dass im BioValley der gesamte Life-Sciences-Bereich eine Heimat findet: Unternehmen aus der Biotechnologie, der Pharmazie, der Medizintechnik und der Mikrosystemtechnik sollen in das trinationale Cluster integriert werden.

kb – 24.10.07
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Weitere Informationen zum Beitrag:
Technologiestiftung BioMed
Dr. Bernd Dallmann
Rotteckring 14
79098 Freiburg
Tel.: 0761/3881-826
Fax: 0761/2020-474
E-Mail: bernd.dallmann@fwtm.freiburg.de

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29.10.2007



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