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14.12.2011

10 Jahre Fehling-Lab: Gold machen für die Bildung

Chemie zum Mitmachen bietet seit nunmehr zehn Jahren das Fehling-Lab der Universitäten Stuttgart und Hohenheim. Schüler erfahren dort in altersgerechten Experimenten, dass Chemie Spaß macht und Studierende des Lehramts lernen, wie man die Neugier auf Naturphänomene wecken kann. Bei der Jubiläumsfeier am 6. Dezember 2011 zauberten Kinder der Klasse 3c der Bruckenacker-Grundschule Bernhausen mit Farben und Staatssekretär Dr. Frank Mentrup vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg übte sich als Goldmacher.

Der Versuch namm Bezug auf die Zeit der Alchemisten am Hof Herzog Friedrich I. vor 400 Jahren. Zunächst wurde eine Kupfermünze durch Erhitzen und mit Hilfe einer geheimnisvollen Lösung in „Silber“ verwandelt. Anschließend machte der Staatssekretär die „Silber“münze durch weiteres Erhitzen in einer Flamme zu Gold und durfte sie zur Aufbesserung des Bildungsetats mitnehmen – nicht ohne zuvor ein Grußwort gesprochen zu haben. Weitere Redner waren der Dekan der Fakultät Chemie der Universität Stuttgart, Prof. Hans-Joachim Werner, der Leiter des Fehling-Labs, Prof. Peter Menzel, Prof. Franz Effenberger, Altrektor der Universität Stuttgart und Vorsitzender des Fehling-Lab Fördervereins sowie der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Baden-Württemberg, Thomas Mayer.

Vorgestellt wurde im Rahmen der Veranstaltung auch das „Fehling-Mobil“, ein mit Experimentierkästen bestücktes Fahrzeug, das es künftig ermöglicht, Schülerpraktika und Lehrerfortbildungen auch vor Ort durchzuführen. Das Projekt wird durch die Chemieverbände Baden-Württemberg mit 40.000 Euro gefördert.
Seit 2001 haben fast 1.000 Schulklassen das Fehling-Lab besucht. Die beiden Stuttgarter Universitäten betreiben es gemeinsam unter der Leitung des Hohenheimer Lehrstuhls für Didaktik der Chemie und Ökologie; an der Universität Stuttgart ist die Einrichtung in den Schülerforschungscampus integriert. Vier bis fünf Schulklassen pro Woche nutzen das Angebot, und im Grundschulbereich gibt es eine lange Warteliste.

Namensgeber des Schülerlabors ist Hermann C. Fehling, der von 1839 bis 1883 als Professor für Chemie an der ehemaligen Technischen Hochschule, der Vorgänger-Institution der Universität Stuttgart, lehrte und am 9. Juni dieses Jahres seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte. In der Öffentlichkeit bekannt ist Fehling
als Entdecker der „Fehlingschen Lösung“ zur Bestimmung von Zucker.
Mit Empfehlung von:
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Universität Hohenheim (7.12.2011)(P) - 14.12.2011

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Peter Menzel
Leiter des Fehling-Lab
Universität Hohenheim
Tel.: 0711/ 459 - 23458 und 0172 - 71 14 695,
E-Mail: peter.menzel(at)uni-hohenheim.de

Dr. Marco Spurk
Universität Stuttgart
Tel.: 0711/ 685 - 65810
E-Mail: spurk(at)fehling-lab.de

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