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14.05.2010

Viren gegen Krebs: Bösartige Hirntumoren bilden sich nach Therapie mit Parvoviren vollständig zurück

Fortgeschrittene Glioblastome bildeten sich bei Ratten nach einer Behandlung mit Parvoviren vollständig zurück, die Tiere überlebten signifikant länger als unbehandelte Artgenossen. Dies zeigten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum. Parvoviren verursachen beim Menschen keine Krankheitssymptome, auch die behandelten Ratten zeigten keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen. Eine klinische Studie der Phase I zur Parvovirus-Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Glioblastomen ist in Zusammenarbeit mit der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg in Vorbereitung.


Prof. Dr. Jean Rommelaere (© DKFZ)

Die DKFZ-Forscher sind nach dem positiven Ausgang dieser Experimente überzeugt davon, dass sich Parvoviren für eine Krebstherapie eignen, Professor Jean Rommelaere fasst die Gründe dafür zusammen: "Das Parvovirus H1 verursacht beim Menschen keine Krankheitssymptome. Da in der Regel keine Immunität gegen Nagerviren besteht, wird es vom menschlichen Abwehrsystem nicht sofort nach Injektion eliminiert. Parvoviren töten Tumoren aufgrund natürlicher Eigenschaften ab, so dass ihr Erbgut nicht genetisch manipuliert werden muss, wie etwa bei Herpes-, Polio- oder Adenoviren, die in anderen Studien eingesetzt wurden. Außerdem bauen sie ihr Erbgut nicht in das Genom der Wirtszelle ein, daher ist nicht zu befürchten, dass sie 'versehentlich' wachstumsfördernde Gene ankurbeln."

Rommelaeres Kollege Jörg Schlehofer ergänzt zwei weitere Eigenschaften, die vor allem für die Therapie von Glioblastomen entscheidend sein könnten: "Die Parvoviren durchdringen die Blut-Hirnschranke, so dass wir sie über die Blutbahn verabreichen können. Außerdem vermehren sie sich in den Krebszellen, was gerade beim Glioblastom mit seinem diffusen Wachstum für den Behandlungserfolg wichtig ist: So erreichen und vernichten die Viren der zweiten Generation auch solche Krebszellen, die sich bereits in einiger Entfernung vom Primärtumor abgesiedelt haben."

Parvovirus-Therapie soll klinisch erprobt werden

Mit Empfehlung von:
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DKFZ 03.05.2010 - 14.05.2010

Literaturhinweis:

Karsten Geletneky, Irina Kiprianova, Ali Ayache, Regina Koch, Marta Herrero y Calle, Laurent Deleu, Clemens Sommer, Nadja Thomas, Jean Rommelaere und Jörg R. Schlehofer: Regression of advanced rat and human gliomas by local or systemic treatment with oncolytic parvovirus H-1 in rat models. Neuro-Oncology 2010, DOI: 10.1093/neuonc/noq023

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Weitere Informationen


Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg (externer Link, neues Fenster)

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