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30.05.2010

Verlustfreie Kunststofferzeugung aus Pflanzenöl

Kunststoffe oder Polymere sind in unserem alltäglichen Leben allgegenwärtig. Sie werden derzeit aus Rohöl oder Gas hergestellt - in Hinblick auf die Begrenztheit fossiler Rohstoffe sollte auf lange Sicht jedoch eine alternative Methode zur Herstellung von Kunststoffen auf der Grundlage von erneuerbaren Ressourcen gefunden werden. Die Forschungsgruppe von Professor Dr. Stefan Mecking, Lehrstuhlinhaber für Chemische Materialwissenschaft an der Universität Konstanz, fand einen Weg, Kunststoffe aus pflanzlichem Öl zu gewinnen.

Er ist rein weiß und fest, aber keinesfalls spröde. Schön sauber ist er, seine Struktur ist sehr regelmäßig und linear, die größte Ähnlichkeit besitzt er zu Polyethylen. Er ist ein neuer Kunststoff, der an der Universität Konstanz das Licht der Welt erblickte, und dennoch stammt er eigentlich vom Ackerfeld. Die Chemikerin Dorothee Quinzler fand im Rahmen ihrer Dissertation an der Professur für Chemische Materialwissenschaft unter Anleitung von Prof. Stefan Mecking einen Weg, Kunststoffe verlustfrei aus Pflanzenöl herzustellen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden gelingt es ihr, die Molekülstruktur des pflanzlichen Öls mit all ihren besonderen Eigenschaften vollständig für den entstehenden Kunststoff nutzbar zu machen.

Damit schafft Dorothee Quinzler eine praktikable Grundlage, um neue Kunststoffe aus erneuerbaren Ressourcen anstatt aus Erdöl herzustellen. „Sicherlich sind auch
nachwachsende Rohstoffe nicht beliebig verfügbar, aber wir glauben, dass mit dieser Methode ein Beitrag dazu geleistet werden kann, die Rohstoffversorgung
zu sichern“, ermisst Stefan Mecking die Bedeutung der künftigen Kunststoffe aus dem Rapsfeld. Zahlreich sind die kleinen und großen Dinge, die allein in der unmittelbaren Umgebung aus Kunststoffen gefertigt sind: die PET-Flasche auf dem Tisch und all die Verpackungshüllen; der Kugelschreiber zum Notizen machen oder die Musik-CD, die vielleicht gerade im Hintergrund läuft; die Bauteile der vorbeifahrenden Autos und möglicherweise sogar – unsichtbar im menschlichen Körper – medizinische Implantate wie künstliche Hüftgelenke. Kunststoffe sind allgegenwärtig, sie werden heute überwiegend aus Erdöl hergestellt. Mit Blick auf die Begrenztheit der Ressourcen wird deutlich, wie wichtig die Erschließung neuer Ressourcen für Kunststoffe ist.
Mit Empfehlung von:
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uni'kon 39/10 - mst - 30.05.2010

Weitere Informationen zum Beitrag:
Prof. Dr. Stefan Mecking
Universität Konstanz
Lehrstuhl für Chemische Materialwissenschaft
Universitätsstraße 10
78457 Konstanz
Tel.: 07531 / 88-2593 und 88-5151
E-Mail: stefan.mecking(at)uni-konstanz.de

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