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18.11.2011

Vorbildliche Biomassevergärungsanlage in Backnang-Neuschöntal in Betrieb genommen

„Bio- und Grünabfall stellt eine wertvolle Ressource dar, die optimal genutzt werden muss“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller bei der Inbetriebnahme der Biovergärungsanlage in Backnang-Neuschöntal. Eine umfassende stoffliche und energetische Nutzung dieser „sekundären“ Ressource verringere den Bedarf an „primären“, fossilen Rohstoffen wie Kohle und leiste daher einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz.

Umweltminister Untersteller betonte hierbei die zentrale Rolle der Abfalltrennung. Zwar bedeute diese für die Bürgerinnen und Bürger einen gewissen Aufwand. „Das getrennte Sammeln von Bio- und Grünabfällen ist aber aus ökologischen und abfallwirtschaftlichen Gründen für eine optimale Bioabfallverwertung unverzichtbar“, so Untersteller. Außerdem könnten die Bürgerinnen und Bürger somit unmittelbar auf die Qualität des von der Biovergärungsanlage aus den Bio- und Grünabfällen hergestellten Endprodukts, dem Kompost, Einfluss nehmen. „Wir wollen die Stadt- und Landkreise bei der wichtigen Aufgabe der Optimierung der Bio- und Grünabfallverwertung unterstützen“, erklärte Franz Untersteller weiter, „und werden daher demnächst einen Leitfaden mit dem Titel ‚Optimierung des Systems der Bio- und Grünabfallverwertung‘ veröffentlichen“.

Biovergärungsanlage erlaubt die Versorgung von 3.000 Haushalten

Nach Angaben des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis werden in der Biovergärungsanlage in Backnang-Neuschöntal seit Anfang Oktober die gesamten Bioabfälle aus dem Rems-Murr-Kreis in einer Jahresmenge von rund 36.000 Tonnen verarbeitet. Mit der neuen Vergärungstechnologie wird hiernach das im Bioabfall enthaltene Energiepotenzial genutzt und mit dem erzeugten Biogas zwei Blockheizkraftwerke betrieben. Jahr für Jahr können künftig so rund 8,6 Millionen Kilowattstunden Strom aus regenerativer Energiequelle ins öffentliche Netz eingespeist werden, was dem Bedarf von knapp 3.000 Haushalten entspricht.

Die entstehende Abwärme soll in der benachbarten Klärschlammtrocknungsanlage der Stadt Backnang, die sich derzeit im Bau befindet, genutzt werden. Dies ermöglicht eine jährliche Einsparung von bis zu 700.000 Liter Heizöl und führt zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes von jährlich bis zu 8.000 Tonnen. Auch durch die ortsnahe Verwertung der Bioabfälle wird Kohlendioxid eingespart, da für die Müllfahrzeuge weite Wege zu externen Verwertungsanlagen künftig entfallen. Nach Angaben des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis betragen die Investitionskosten der Biovergärungsanlage rund 13,2 Millionen Euro.

Mit Empfehlung von:
artikel.bildregion.biopro
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (17.11.2011) - 18.11.2011

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