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21.01.2010

Fortschreibung des Biomasse-Aktionsplanes für Baden-Württemberg

Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Ernst Pfister hat die Landesregierung die Fortschreibung des Biomasse-Aktionsplanes Baden-Württemberg beschlossen. Damit stellt die Regierung die Weichen für den weiteren nachhaltigen und effizienten Ausbau der Biomassenutzung.

Große Potenziale bei Reststoffen aus Land- und Forstwirtschaft

Das Biomassepotenzial aus heimischen Quellen zur energetischen Nutzung beträgt nach Pfisters Worten etwa acht bis zehn Prozent des gegenwärtigen Primärenergieverbrauchs und reicht damit theoretisch aus, um die Zielvorgaben für das Energiekonzept 2020 zu erfüllen. Zielsetzungen der EU und des Bundes für Biotreibstoffe, die deutlich über das gegenwärtige Niveau hinausreichten, würden allerdings nur über Importe von Biomasse zu bewerkstelligen sein. Die größten Biomassepotenziale für eine energetische Nutzung lägen mit Anteilen von über 50 Prozent bei den Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft sowie der Landschaftspflege. Große Potenziale würden auch Rest- und Abfallstoffe aus Siedlung, Gewerbe und Industrie bergen, während speziell als Energiepflanzen angebaute nachwachsende Rohstoffe mit Anteilen von zehn bis 20 Prozent vergleichsweise geringe Potenziale aufwiesen.

Energieeffiziente und nachhaltige Nutzung der Biomasse hat Vorrang

Die in der Fortschreibung des Biomasse-Aktionsplans genannten Ziele seien für Baden-Württemberg realistisch. Pfister: „Sie sind ambitioniert, ohne die Grenzen der Biomassenutzung zu verkennen. Vorrang soll die energieeffiziente und nachhaltige Nutzung der Biomasse haben. Insbesondere im Bereich Verkehr sind die gegenwärtig verfügbaren Biotreibstoffe unter diesen Gesichtspunkten wenig vorteilhaft. Das Land setzt in diesem Sektor deshalb zunächst keine konkreten Ziele, sondern will durch die Förderung von Forschung die Entwicklung von auch unter Nachhaltigkeitsgesichtpunkten effizienten Biotreibstoffen voranbringen.“ Zukünftig müsse die Verwertung von Biomasse hinsichtlich Energieeffizienz, nachhaltiger Nutzung, Vermeidung von Treibhausgasen und Auswirkungen auf Ökologie und Umwelt optimiert werden. Der Aktionsplan enthalte Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, die die Biomassenutzung stärker auf diese Ziele ausrichten. Dazu gehörten die Mobilisierung von Rest- und Abfallstoffen und die verstärkte Umsetzung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sowohl bei der Strom- als auch bei der Wärmeerzeugung.

Mit Empfehlung von:
artikel.bildregion.biopro
Wirtschaftsministerium BW (20.01.10) - 21.01.2010

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